Auch Pfarrerin Kristina Ziemssen verlässt Schwerte

Schon der vierte Seelsorger verlässt binnen weniger Monate die Evangelische Kirchengemeinde Schwerte: Pfarrerin Kristina Ziemssen bricht Anfang Oktober zu neuen Ufern auf. Das kündigt die Gemeinde in einer Pressemitteilung an. Damit sind vorerst nur noch zwei Stellen des Teams besetzt.

Schwerte.. Ganz offen nennt das Papier im Zusammenhang mit den zahlreichen Pfarrer-Wechseln erstmals auch "langwierige Konflikte im Miteinander, die zu einer dauerhaften Belastung im Pfarrteam und in der Gemeinde führten - und die nach Lösung verlangen". Eine Aussage, zu der Pfarrerin Ziemssen keinen Kommentar abgeben wollte: "Dazu sage ich nichts."

Auch zu ihrem künftigen Wirkungskreis mochte die Theologin mit Verweis auf das laufende Bewerbungs-Verfahren derzeit keine näheren Angaben machen. Der Wechsel sei sicher, aber das Prozedere noch nicht abgeschlossen. "Ich denke, ich werde wohl den Wohnort wechseln", will sie sich nach fünf Jahren vollkommen aus Schwerte verabschieden.

Nicht mehr miterleben wird Pfarrerin Ziemssen deshalb die komplette Fertigstellung des Spenden-Puzzles in der St.-Viktor-Kirche, das den Stand der Finanzierung der neuen Orgel symbolisiert. Wenn sie am Samstag, 20. Juni, nach der 12-Uhr-Marktmusik weitere Bildteile aufklebt, wird die Lücke erneut überschaubarer. Um das 600.000-Euro-Projekt vollständig zu stemmen, fehlen dann nur noch 30.000 Euro.

Drei Pfarrer sind gegangen - zwei bleiben in Schwerte

Eine wesentlich größere Baustelle ist das Seelsorger-Team, das schon Pfarrer Manfred Wuttke (Ruhestand), Pfarrerin Antje Wischmeyer (Gemeinde Selm-Bork) und Pfarrer Stephan Ebmeier (Lehrer am Robert-Schumann-Berufskolleg Dortmund) verloren hat. Verblieben sind damit nur noch Pfarrer Klaus Inhetveen und Pfarrer Michael Kamutzki.

Außerdem ist im Rahmen des Projektes "Pastoraler Dienst im Übergang" Pfarrer Hartmut Görler in der Ruhrstadt tätig. Vorrangig, um neue Stellenprofile für das mittelfristig wieder fünfköpfige Pfarrerteam zu entwickeln. Dafür dankt das Presbyterium der Landeskirche ausdrücklich.

Außerdem erwartet es - so Vorsitzender Roland Preuß - in der schwierigen Personalsituation vorübergehende Unterstützung vom Kirchenkreis Iserlohn, beispielsweise für Beerdigungen, Taufen und Gottesdienste.