Achim Keil aus Lünen reist seit August um die Welt

Im August hat der Lüner Achim Keil (50) eine Weltreise begonnen - für ein halbes Jahr oder länger, das lässt er offen. Inzwischen war er schon in Dubai, Nepal, Thailand und am Nordkap. Und sein Abenteuerdrang hält an.

Lünen.. Achim Keil aus Lünen ist Netzwerktechniker und 50 Jahre alt. Fernweh verspürte er schon immer, und im Laufe der Jahre wurde seinVerlangen, auf ungewöhnliche Art und Weise die Welt kennenlernen zu wollen, stärker. Seit dem 1. August ist Keil auf Weltreise unterwegs.

Krankenkasse gekündigt, Auto verkauft

Die Krankenkasse hat Keil gekündigt, das Auto verkauft und den Lüner Wohnsitz abgemeldet.Mit Notebook und Handy hält Keil Kontakt zu seinenKunden, erledigt von unterwegs Aufträge und gestaltet Web-Seiten.

Vor Weihnachten haben wir wieder Kontakt zu Achim Keil aufgenommen, wollten wissen, wie es ihm geht und was er erlebt hat. Zwischenzeitlich war er krank, so Keil: "Inzwischen habe ich zehn Kilogramm abgenommen, bin wieder kerngesund und voller Abenteuerdrang."

Für einige Wochen bereiste er Skandinavien, war zwischenzeitlich in Oslo, reiste per Schiff zum Nordkap und fuhr weiter in Richtung Polarkreis.

Aus Hostel geflohen

"Norwegen ist sehr teuer, egal ob Lebensmittel, Unterkunft oder Fortbewegungsmittel." Für eine Massenunterkunft im 20-Personen-Zimmer in einem Hostel zahlte er umgerechnet 30 Euro. "Aber ich dachte mir, eine Nacht mit 19 gleichgesinnten Backpackern zu verbringen, kann auch seine Reize haben."

Doch es kam anders. "Beim Betreten kam mir schon ein übler Geruch entgegen, es war eine Mischung aus Knoblauch, Gewürzen und Pupsen." Seine Mitschläfer hatten ihre eigenen Ess- und Schlafgewohnheiten: Plastiktüten an den Wänden, Handtücher, Wäsche und Socken an den Bettgestellen, Chaos im Zimmer.

Nach knapp drei schlaflosen Stunden mit einem sämtliche Ohrenstöpsel durchdringenden Schnarchkonzert ergriff er morgens um fünf die Flucht.

"Die besten Menschen in Norwegen"

Nach diesen Erfahrungen fand er schon in der nächsten Nacht eine preiswerte Privatunterkunft. "In Norwegen traf ich die besten Menschen. Ich weiß nicht warum, aber täglich lernte ich sehr tolle Menschen kennen, die auch zu mir passten."

Von Oslo aus ging es nach Bodo. "Anschließend brachte mich ein Schiff auf der 'Alten Postroute' (Hurtigrute) nach Mehamn. Dort wohne ich kostenlos bei einer Firma, der ich die Webseite pflege. Bei dem Wetter wollte ich nicht zu lange durch die unbewohnte Landschaft gehen beziehungsweise trampen. Die Temperaturen von gefühlten 40 Minusgraden flößten mir Respekt ein."

Im 1200-Seelendorf Mehamn gilt der Lüner inzwischen als Computerexperte, dort wird er auch die dunklen Tage verbringen.Nächstes Ziel ist dann Russland. In St. Petersburg lockt ein größerer Auftrag. Und nach der Kälte möchte der Lüner vielleicht ins warme Florida wechseln. In Virginia hat er bereits einen Schlafplatz sicher. Achim Keils Weblog
Auf einem Weblog berichtet Achim Keil regelmäßig von unterwegs. Er freut sich auch über Rückmeldungen und Kommentare.
weltenabenteuer.de

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