Abgesteckte Flächen: Was tut sich am FAB-Gelände?

Rot-weißes Flatterband, abgesteckte Flächen: Zurzeit sind insgesamt fünf große Felder auf dem Gelände des früheren Freizeit- und Allwetterbads markiert. So betrachtet sieht es schwer nach Vermessungsarbeiten aus. Tut sich etwa konkret etwas auf dem großen Areal?

Schwerte.. Nein, Vermessungstechniker waren nicht unterwegs auf dem Gelände des früheren Freizeit- und Allwetterbades. "Wir haben dort eine Blumenwiese gesät", sagt Jutta Pentling von der Stadt Schwerte. Blümchen statt konkreter Pläne also. Damit die Pflänzchen beim Mähen der Wiesen drumherum nicht aus Versehen ebenfalls gestutzt werden, sind sie mit dem auffälligen Flatterband markiert.

Weiterhin ist unklar, was nun aus dem Gelände wird. Bei der nächsten Sitzung des Stadtrats am 24. Juni soll es beschlossen werden. Doch was eigentlich? Die CDU will eine Naherholungsfläche, im Grunde einen Park, für die Bürger Schwertes schaffen. Die SPD hat für diese Ratssitzung erst einmal beantragt zu prüfen, wie das Gelände bebaut werden kann.

Klar ist: Kein neues Freizeitbad

Ein neues großes Freizeitbad ist somit wohl vom Tisch. Die Pläne eines Schweizer Investors hatten aber auch schon im Vorfeld wenig politischen Rückhalt.

Mit etwas mehr politischer Unterstützung hat noch das Ansinnen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), auf dem FAB-Gelände Wohnungen mit sozialverträglichen Mieten zu bauen. 60 solcher Sozialwohnungen würden sie gern auf dem Gelände sehen.

"Schwerte verliert Wohnraum"

Politisch beschränkt sich die Unterstützung jedoch auf Die Linke im Stadtrat. Inhaltlich hinter der Idee steht auch der Mieterverein: "In den nächsten Jahren verliert Schwerte den größten Teil des noch vorhandenen Wohnraums mit sozialer Bindung", sagt Dieter Reichwald, Vorsitzender beim Mieterverein und Fraktionssprecher der Linken im Stadtrat.

Zudem würde - anders als bei einer Naherholungsfläche - neuer Wohnraum auch finanziell der Stadt zugute kommen. Wie es letztendlich weitergeht auf dem FAB-Gelände, muss die Politik entscheiden. Vor der Ratssitzung am 24. Juni wird das Thema vermutlich bereits am 11. Juni im Planungsausschuss auf der Tagesordnung stehen.

Wenn Sie entscheiden dürften: Was würde aus dem Gelände?