5000 Euro Belohnung nach Sprüherei in Brambauer

Hart ins Gericht geht Michael Ristovitch, Vorsitzender der "Brami-Gemeinschaft", mit der Stadt Lünen: Sie tue nichts gegen die ständigen Farbschmierereien im Stadtteil Brambauer - habe bei diesem Thema "versagt". Daher nimmt er es selbst in die Hand und bietet 5000 Euro Belohnung für Hinweise auf die "Schmierfinken".

Brambauer.. "Ich kann und will die hässlichen Graffiti an den Hauswänden in unserem Stadtteil einfach nicht mehr sehen", sagte Brami-Chef Michael Ristovitch im Gespräch mit unserer Redaktion. Deshalb mache er diesen ungewöhnlichen Schritt: "Wir müssen jetzt handeln. Die Stadt, die Kommunalpolitiker haben versagt", so Ristovitch mit Blick auf das Lüner Rathaus: "Wir können als Gemeinde nicht tatenlos darüber hinwegsehen und der Bande freien Geleitschutz geben."

Aus diesem Grund nimmt Ristovitch es selbst in die Hand und lobt eine Belohnung von 5000 Euro für "den Finder dieser Schmierfinken" aus.

Gefängnisstrafen und Übernahme der Reinigungskosten gefordert

Hart ins Gericht geht der Vorsitzende der Brambauer Interessengemeinschaft aber nicht nur mit der Politik und der Verwaltung. Ristovitch fordert "harte Gefängnisstrafen" für die Sprayer. Zudem sollen sie alle Reinigungskosten übernehmen müssen, die den Hauseigentümern entstanden sind.

Bei der Polizei hieß es auf Anfrage, dass es sein Ristovitchs Recht sei, eine Belohnung auszusetzen. Wie eine Polizeisprecherein weiter sagte, sollte "jede kleine Schmiererei bei der Polizei gemeldet werden. Dann können wir feststellen, ob es sich um eine Häufung solcher Vorfälle handelt und entsprechend agieren."

Mehrere Fälle im vergangenen Sommer

Das Thema Schmierereien in Brambauer sollte der Polizei nicht neu sein. Erst Mitte vergangenen Jahres hatte das Thema in Brambauer Wellen geschlagen. Zu den verschandelten Adressen gehörten im Juli 2014 auch das Bürgerhaus und das Sparkassengebäude.

Die Polizei erklärte damals auf Anfrage, dass es in Brambauer "auf jeden Fall eine Häufung" solcher Taten gebe. Im ersten Halbjahr 2014 lagen der Polizei nach eigenen Angaben schon 40 Anzeigen wegen Sachbeschädigung vor.