32-Jähriger wollte schwimmen - und starb in der Lippe

Lüner Feuerwehrleute warteten, ob die Taucher den Mann retten oder nur noch tot bergen konnten.
Lüner Feuerwehrleute warteten, ob die Taucher den Mann retten oder nur noch tot bergen konnten.
Foto: René Werner/IDA News (Werner / IDA News)
Was wir bereits wissen
Taucher der Feuerwehr Dortmund haben Samstagabend einen 32-jährigen Lüner tot aus der Lippe geborgen. Zuvor war der Mann fieberhaft gesucht worden.

Lünen.. Nach einer fieberhaften Suche zu Lande, zu Wasser und aus der Luft haben Taucher der Berufsfeuerwehr Dortmund am Samstagabend einen 32-jährigen Lüner tot aus der Lippe geborgen. Ein Großaufgebot von Dortmunder und Lüner Feuerwehrleuten und Polizisten hatte nach dem Mann gesucht.

"Wir wurden gegen 17.33 Uhr benachrichtigt, dass ein Mann in Höhe der Brücke Zwolle-Allee in der Lippe untergegangen ist", sagte Rainer Ashoff, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr Lünen, am Sonntag. Sofort hätte sich ein 15-köpfiges Einsatzteam auf den Weg gemacht - unterstützt von Kollegen aus Dortmund. "Die genaue Örtlichkeit war nicht bekannt", sagte Ashoff weiter.

Zunächst suchten die Einsatzkräfte die Böschung zwischen der Zwolle-Allee und der Einmündung Seseke auf beiden Uferseiten nach dem Vermissten ab - vergebens. Vergebens verlief zunächst auch die Suche mit einem Schlauchboot und den eingesetzten Hubschraubern "Christopher 8" und "Hummel 7" der Dortmunder Polizei.

Leiche trieb ans Nordufer der Victoria-Halde

"Die Suche wurde nach geraumer Zeit konkreter, nachdem sich der Anrufer erneut meldete und nähere Angaben zum Ort des Geschehens machte", sagte Ashoff weiter. Taucher der Berufsfeuerwehr hätten den eingegrenzten Bereich Stück für Stück abgesucht und die Leiche des Mannes am Nordufer der Victoria-Halde, in Höhe des Pumpenhauses an der Kamener Straße schließlich 2,5 Meter unter Wasser, auf dem Grund gefunden.

Das war nach Polizeiangaben gegen 20.50 Uhr. Wie es bei der Polizei weiter hieß, "hatte ein Zeuge beobachtet, wie ein junger Mann sich in der Nähe der Zwolle-Allee in den Fluss begeben hatte". Nach wenigen Metern sei er jedoch unter- und nicht wieder aufgetaucht".

Nach Angaben eines Beobachters des Rettungseinsatzes, soll es sich bei dem Zeugen um einen Freund des Opfers handeln. Beide seien zum Schwimmen an der Lippe gewesen. Dabei hätten sie unterschätzt, dass der Lippe-Strom zum Teil große Gefahren berge, sagte der Beobachter gegenüber unserer Redaktion. Der Einsatz war laut Feuerwehr nach vier Stunden gegen 21.30 Uhr beendet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.