250. Geburstag: Dieser Mann veränderte Schwerte

In Schwerte gibt es die Bährensstraße, das Bährens-Gymnasium und ein Bährenshaus. Der Mann, nach dem diese Orte benannt wurden, würde am 1. März 250 Jahre alt. Friedrich Bährens ließ die Straßen Pflastern und impfte gegen die Pocken. Wir zeigen, wo er im Stadtbild heute noch zu sehen ist.

Schwerte.. Um eine Pfarrstelle an der Viktorkirche anzutreten, zog Johann Christoph Friedrich Bährens im Jahr 1789 nach Schwerte. Gleichzeitig unterrichtete der hochgebildete Mann am damaligen Progymnasium fast alle Fächer: Griechisch, Latein, Hebräisch, Französisch, Geschichte, Philosophie, Theologie, Mathematik, Physik, Chemie, Rhetorik und Pädagogik.

Zu verdanken sind Bährens auch die gepflasterten Straßen. Erledigt wurde diese Aufgabe 1818 von einem Arbeitsdienst, für den er sich bei den Bürgermeistern stark gemacht hatte. Als Material dienten die Steine der überflüssig gewordenen Stadtmauern. Vier Jahre später wurde auf Initiative von Bährens ein neuer Friedhof für beide christlichen Konfessionen - der heutige Stadtpark - eröffnet.

Kämpfer für die Volksgesundheit

Der Doktor der Medizin (und der Philosophie) hatte schon 1802 einen Ruf als "Kämpfer für die Volksgesundheit" errungen, weil er die Schwerter gegen die Pocken impfte. Der preußische Staat führte diese Schutzmaßnahme erst 1837 ein.Da war Bährens schon im heutigen Stadtpark begraben. Er hatte am 16. Oktober 1833 sein Leben ausgehaucht. Seine Ehefrau Charlotte, gestorben 1810, fand ihre letzte Ruhestätte dagegen noch auf dem alten Kirchhof neben St. Viktor. "So war sie", ließ Bährens ihr samt einer Rose auf den Grabstein meißeln - mit noch heute erkennbar kräftigen Stacheln.

Beim Klick auf die Symbole erscheinen die Orte in Schwerte, an denen noch heute Spuren von Bährens zu finden sind.