14 Schwerter Schüler von Realschule abgewiesen

14 Schwerter Grundschüler haben Post bekommen. Für sie gibt es keinen Platz an der Realschule Schwerte. Das bestätigte Sozialdezernent Hans-Georg Winkler. Hintergrund ist ein Streit zwischen der Bezirksregierung in Arnsberg und der Stadt als Schulträger. Wir haben nachgefragt, worum es geht.

Schwerte.. Insgesamt 95 Anmeldungen waren an der letzten in Schwerte verbliebenen Realschule, der am Bohlgarten, eingegangen. Die Realschule habe aber nur 81 davon angenommen, erläuterte Winkler. Sieben der neuen Schüler seien sogenannte GL-Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben, sodass 14 Schülerinnen und Schüler abgewiesen wurden. Die Begründung: Man bilde nur drei Eingangsklassen mit maximal 27 Schülern, für mehr habe man keine Kapazität.

"Wir haben schon in der vergangenen Woche bei der Bezirksregierung interveniert", so Winkler. Denn die Stadt geht davon aus, dass die Realschule ausreichend Kinder für vier Eingangsklassen hätte. Schließlich kämen zu den 95 angemeldeten Schülern noch Flüchtlinge und erfahrungsgemäß auch Kinder von anderen Schulen hinzu. Doch in Arnsberg erhielt man nur eine Abfuhr. Als am Montag die Eltern von fünf der betroffenen Kinder beim Schulamt vorstellig waren, erhielten sie den Ratschlag, den Rechtsweg zu beschreiten.

Welche Kinder man beim Annahmeverfahren berücksichtigt, sei Sache der Schulleitung, betont Winkler. Die war am Dienstag wegen der Ferien nicht zu erreichen. Nach Erkenntnissen aus dem Schulamt wurden die Plätze verlost. Die Stadtelternpflegschaft hat für Mittwochmittag zu einer Pressekonferenz mit Betroffenen eingeladen.