Brilon

"Die Wände sind jetzt viel freundlicher"

19.11.2007 | 19:55 Uhr

Winterberg. An der Schule am Kahlen Asten wurden einige Verschönerungen durch Yvonne Thomas, eine Schülerin der 10. Klasse, vorgenommen. Dazu haben wir den Schulleiter Uwe Kruse, die Kunstlehrerin Gabriele Kretzer und Yvonne selbst befragt.

ZEUS: Was halten Sie von der Idee, unsere Schule durch Bilder zu verschönern?

Kruse: Wir haben ja nun ein etwas älteres Gebäude, wobei der alte Teil schon etwa 100 Jahre alt ist und der neue Anbau auch schon auf 50 Jahre zugeht. Das heißt, dass man hier und da ein paar ältere Wände verschönern muss. Da wir nicht immer zur Stadt wollen, um Geld für neue Anstriche zu bekommen, haben wir uns gedacht, dass wir auch künstlerisch begabte Schüler haben, wie zum Beispiel Yvonne Thomas, aber auch andere.

Frage: Und die Schüler haben wo genau Ihre Kunst eingebracht.

Kruse: Die einzelnen Fachräume haben entsprechend ihrer Fachrichtung Bilder erhalten, sodass dieser Fachraum von Weitem erkennbar ist. Darüber hinaus sollen gerade die hohen Treppenhäuser und langen Flure durch passende Bilder eine Auflockerung für das Auge erfahren. So sind mittlerweile Bilder beim Schlichtungsraum, beim Kartenraum, bei der Küche sowie ein großes Gemälde im Treppenhaus von sage und schreibe sechs Quadratmetern entstanden.

Frage: Plant die Schule weitere Bilder?

Kruse: Weitere Bilder sind geplant beim Physik-, Chemie-, Informatik-, Musik-, Textil-, und Bücherraum. Sollte das Projekt abgeschlossen sein, an dem sich auch noch andere Schülerinnen und Schüler beteiligen, hoffen wir, dass unsere Schule in einem neuen Glanz erscheint, denn für die Lern- und Unterrichtsatmosphäre ist auch das Umfeld mehr als wichtig. Das heißt, wir versprechen uns davon nicht nur eine Verschönerung für unsere Schule, sondern auch, dass die schöner gestaltete Schulumwelt sich positiv auf das Lernen und Lehren auswirkt.

Frage: Wieso haben Sie dies gerade Yvonne anvertraut?

Kruse: Ein Bild von Yvonne fiel an unserem Tag der Offenen Tür dem Bürgermeister der Stadt Winterberg, Werner Eickler, besonders auf, sodass er dieses Bild sogar käuflich erwerben wollte. Dieses war allerdings für den "Raum der Stille" gedacht. Aber angeregt durch erste Bilder von Yvonne, kam uns Lehrern in den Sinn, ihre künstlerische Ader auch für andere Objekte der Schule zu nutzen. Da sie selbst das Neigungsfach Kunst gewählt hat, kann man sogar innerhalb der normalen Unterrichtszeit ihre schöpferische Kraft nutzen, damit auch andere Schülerinnen und Schüler von ihren positiven, kreativen Arbeit angesteckt werden.

Frage: Wer hat die Vorschläge für die Bilder gegeben?

Kruse: Die Motive und Vorschläge werden in der Fachschaft Kunst ausgesucht und in Absprache mit der Schulleitung ausgewählt.

Frage: Wie will Yvonne ihr Talent in der Zukunft verwenden?

Kruse: Yvonne beabsichtigt, nach ihrer Fachoberschulreife ihr künstlerisches Talent am Berufskolleg Bestwig noch zu intensivieren, um dann eventuell den künstlerischen Bereich zu ihrer Lebensaufgabe zu machen. Ich persönlich halte sie dafür fähig und wünsche ihr für diesen Weg alles, alles Gute.

Frage: Was sagen Sie zu Yvonnes außerschulischem Engagement?

Kunstlehrerin Gabriele Kretzer: Ich finde es beachtenswert, dass Yvonne sich über die Unterrichtszeit hinaus für ihre Schule engagiert. Die Wände sehen jetzt viel freundlicher aus. Hinzu kommt, dass ihre Bilder klar verständlich sind und auch jüngere Schüler sofort erkennen, was gemeint ist. Yvonne hat vielfältige künstlerische Begabungen. Sie sollte sie in jedem Fall weiterausbauen und vertiefen.

Mit ihren Lehrern sprachen Andrea Elsässer, Vanessa Wahle und Denise Scheefer, 10B, Schule a. Kahlen Asten.

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