Sparkurs
Wuppertal gibt das Schauspielhaus auf
18.11.2009 | 23:02 Uhr 2009-11-18T23:02:00+0100Wuppertal. Die Stadt Wuppertal gibt ihr Schauspielhaus auf, schon 2012 soll die Spielstätte geschlossen werden. Insgesamt will Wuppertal 30 Prozent im Bereich Kultur einsparen. Unklar ist noch, ob das auch das Aus für die Sparte Sprechtheater an der Wupper bedeutet.
Die Stadt Wuppertal will ihr Schauspielhaus aus Spargründen als Spielstätte 2012 aufgeben. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig stellten jetzt ein Haushaltssicherungskonzept für die Jahre 2010 bis 2014 vor, das empfindliche Streichungen im Bereich Kultur vorsieht. Insgesamt will die Stadt 216 Millionen sparen, im Bereich Sport und Kultur sollen jeweils 30 Prozent gestrichen werden, die Zuschüsse für den Breitensport aber erhalten bleiben.
Ganze Sparte gefährdet
Der Zuschuss für die Wuppertaler Bühnen sollen stufenweise um zwei Millionen Euro zurückgefahren werden. Das Schauspielhaus wird als Spielstätte aufgegeben. Vorgeschlagen werden weiterhin Erhöhungen der Eintrittspreise bei den Sinfoniekonzerten sowie eine Erhöhung des Schulgelds für die Bergische Musikschule.
Grund der Sparpläne sei, dass das Eigenkapital der Kommune voraussichtlich 2011 aufgezehrt sei und die Überschuldung drohe.
Völlig unklar bleibt, ob das Schauspielhaus nur als Spielstätte aufgegeben wird, oder ob das Sprechtheater als eigene Sparte gefährdet ist. Auf jeden Fall erspart sich die Stadt mit der Aufgabe des Schauspielhauses die Renovierung des Gebäudes, das derzeit zwecks Sanierung geschlossen ist. Erst im Januar war die historische Wuppertaler Oper wiedereröffnet worden. Die Renovierung hatte 25 Millionen Euro gekostet, dabei hatte die Jackstädt-Stiftung die Stadt unterstützt.
Beim kulturellen Streichkonzert will Wuppertal noch stärker mit den bergischen Nachbarstädten Remscheid und Solingen kooperieren und hofft dabei auf weitere Sparpotenziale. Bereits jetzt spielen die Wuppertaler Bühnen auch im Theo-Otto-Theater in Remscheid. Bei verstärkter Zusammenarbeit wäre dann wohl kein Platz mehr für zwei Sinfonieorchester im Städtedreieck. Dann sähe es für die Zukunft der Bergischen Sinfoniker in Remscheid düster aus.

14:38
Wie so oft bei Theaterschließungen, ist auch hier die Frage: Wie gering sind die Einsparungen tatsächlich? Das Wuppertaler Schauspielhaus ist ein bedeutendes Baudenkmal, das nicht einfach abgerissen werden kann (steht es etwa noch nicht unter Denkmalschutz?). Es muss also saniert werden, egal ob darin gespielt wird oder nicht. Das sterbende Format Dauermusical wird sich sicher nicht dafür interessieren, also kommt es letztlich die Stadt wohl günstiger, das Haus weiter zu bespielen und ganz nebenbei auch noch die Attraktivität der Region aufrecht zu erhalten.
13:36
zu matti78 und technikus 53:
theater hat nichts mit privatvergnügen zu tun. theater ist ein spiegel der gesellschaft, der wichtig ist für mensch und tier. kino ist auch privatvergnügen. gerade in krisenzeiten spielte das theater die wichtigste rolle um auf bestimmte umstände der welt und gesellschaft hinzuweisen.
tehater rettet den mensch vor dsds, supertalent und popstarsscheiß.
und der osten subventioniert nicht im geringsten die theater aus den mitteln aus dem solidarbeitrag, denn dann müßte mein theater blühen und gedeien und nicht wie jetzt am absoluten limit arbeiten. an matti78, mit deiner äusserung stellst du dich also selbst als dummen deutschen dar, da du dich als nicht bildungbürger bezeichnet. viel spaß bei dsds topmodels etc.
09:35
Lt. WDR - Nachrichten bezuschusst Wuppertal das Schauspielhaus mit 11 Mio. im Jahr.
Bin der gleichen Meinung wie Matti78.
Wer glaubt, auf das Privatvergnügen Schauspielhaus nicht verzichten zu können, sollte bereit sein, einen kostendeckenden Eintritt zu zahlen.
03:38
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00:02
Wuppertal ist erst der Anfang.
Der Staat und damit Städte und Gemeinden verarmen immer mehr. Alles wird dereguliert und privatisiert.
Öffentliche Armut und privater Reichtum.
Der Sieg des Neoliberalismus wird ein bitterer sein.
23:42
Klare Sache. Das Schauspielhaus aufgeben. Einige wenige Bildungsbürger brauchen nicht auf Kosten des städtischen Haushaltes ihrem Privatvergüngen nachzugehen.
23:08
Natürlich hat auch die Wuppertaler Politik zum Teil Schuld an der Haushaltsmisere. Aber wenn die Pflichtausgaben höher sind als die Einnahmen und das über JAhre hat eindeutig der gesetzgeber die Schuld. Die Bundesregierung und die Landesregierung sind da in der Pflicht. Für die Schwarz-Gelber Truppe dürfte das doch bei der Mehrheit in Bundesrat und Bundestag kein Problem sein, Städten wie Wuppertal, Duisburg, Essen und Gelssnekirche aus der Patsche zu helfen, gell Herr Rüttgers?
21:27
Deutsche (Leid-) Kultur ist,
wenn die MittelSCHICHT in der
3 Tage alten Bild nachliest
wo der MittelSTAND sich Penis und Scheidenlippen hat liften lassen.
21:18
Genau Steiger ! Genau !
Wenn eine Spirale sich erst mal dreht ...
20:57
Erst das Schauspilehaus, dann das nächste und das nächste.
Und dann löst sich Wuppertal irgendwann mal selbst auf...