Zwischen Farbe und der Muse
11.08.2009 | 05:00 Uhr 2009-08-11T05:00:00+0200Hagen. Ein süßer Geruch liegt in der Luft, Farbkleckse zieren den Boden und Pinsel warten eng gedrängt auf ihren Einsatz: Im Atelier von Uwe Nickel sprechen nicht nur die Bilder wahre Bände. 30 WP-Gewinner haben dem Hagener Maler beim „Tag in der Heimat” über die Schulter geschaut.
Vollkommen unkompliziert geht der Künstler auf seine Gäste zu und plaudert aus dem Maleimer. „Anfang und Ende eines Bildes sind immer am schwierigsten”, gibt Uwe Nickel zu. „Die Angst vor der weißen Leinwand kennt jeder.” Aus den Gewinner-Reihen kommt die Frage: „Auch ein Meister?” Nickels deutliche Anwort: „Ja, klar!”
Deshalb steht ein bereits begonnenes Bild auf der Staffelei. Der Maler rührt mit dem Pinsel in Acrylfarbe und verdünnt mit etwas Wasser, dann setzt er wie planlos grüne, blaue, gelbe und auch bonbon-lila Farbformen ein. „Es muss etwas passieren. Viel entsteht aus einem Gefühl heraus.” Und wenn mal etwas daneben geht, wie ein hellgrüner Tropfen: „Das macht nichts”, sagt Nickel, zieht ein Tuch hervor und wischt einfach über das Bild.
Wichtig als Künstler sei vor allem: „Man muss sich weiterentwickeln. Mich regen Reisen sehr an.” Und natürlich seine Muse Karin Plohmann, die den Künsler seit 13 Jahren begleitet. Doch auch die WP-Leser reißt der Maler mit seiner Energie mit.
Einige der Teilnehmer kennen das Atelier bereits: „Ich habe schon vor 20 Jahren bei einem Workshop mitgemacht”, erzählt Rita Becker. „Vor allem seine Bühnenbilder haben mich immer fasziniert.” Nickels Lieblingsbild habe sie heute noch. Die WP-Aktion gefalle ihr, weil es auch für Ältere spannend sei.
„Zwei Bilder hängen bereits bei mir zu Hause”, erzählt Brigitte Illmer-Zewing aus Iserlohn. „Man muss lange suchen und die Fantasie spielen lassen, um etwas zu erkennen. Aber die Farben muntern mich auf, wenn ich mal schlecht drauf bin.”
Die Farbenpracht setzt Uwe Nickel auch vor den Augen des Publikums ein. Besonders begeistert davon ist die dreijährige Zoe Sommer aus Wetter. Gebannt schaut sie mit ihre Mutter zu - schließlich hat sie schon vor der Geburt Malkurse bei Uwe Nickel besucht und auch mit Tochter Zoe auf einer Wiese gemalt. „Die Aktion hier ist etwas Besonderes.”

06:32
Uwe Nickel ist ein sehr kreativer Maler. Seine Bilder sind erfrischend fröhlich und muntern auf. Die Farbenfreude seiner Werke ist das A und O. Das lieben die Menschen, da springt der Funke über, das verbindet. Für mich sind seine Bilder eine homogene Farbsymphonie. Wie sich die Bilder gleichen, durch verborgene Zeichen, Die braune Floria.