Wolf: Rund 40 Prozent der Neueinstellungen sind weiblich
12.01.2008 | 18:01 Uhr 2008-01-12T18:01:00+0100
Düsseldorf. Der Polizeiberuf in NRW ist keine Männerdomäne mehr. In den vergangenen fünf Jahren waren zwischen 36 und 46 Prozent der neu eingestellten Polizisten Frauen.
„Die Chancen für Frauen sind so gut wie nie”, sagte NRW-Innenminister Wolf (FDP). 2007 stieg der Anteil der Polizistinnen in NRW auf 17 Prozent - 1998 lag die Quote bei 11 Prozent. „Die Frauen haben sich in der Polizei durchgesetzt”, sagte Wolf. Im Vorjahr bewarben sich 5000 junge Männer und 3000 Frauen bei der Polizei. Davon wurden 270 Männer und 230 Frauen eingestellt.
Als erstes Bundesland hatte NRW 1982 Frauen zur Ausbildung in der Schutzpolizei eingestellt. Bis dahin waren Frauen nur im Bereich der Kriminalpolizei beschäftigt worden - meist zur Bearbeitung von Straftaten mit Kindern, Jugendlichen sowie weiblichen Opfern und Tätern. Allerdings beträgt der Anteil der Frauen in Polizei-Führungspositionen nur 7 Prozent. Auch hier kommt aber laut Wolf etwas in Bewegung: 2006 kam jede fünfte Bewerbung auf eine Führungsposition von einer Polizistin. Nach dem Auswahlverfahren erreichten Frauen am Ende sogar 50 Prozent der Zulassungen im höheren Polizeivollzugsdienst. „Mit der Einstellungsquote von bis zu 46 Prozent Frauen bei Polizeianwärtern liegt NRW bundesweit an der Spitze”, betonte Wolf. Längst hätten sich Polizistinnen gegen anfängliche Vorbehalte durchgesetzt. „Spezielle Aufgaben für Frauen in der Polizei gibt es nicht mehr, ihnen stehen alle Bereiche offen.”

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