Weiterer Missbrauchsverdacht im Werler Knabenkonvikt
12.03.2010 | 18:46 Uhr 2010-03-12T18:46:00+0100
Werl. Im Werler Knabenkonvikt Collegium Aloysium soll es einen weiteren Fall des sexuellen Missbrauchs gegeben haben. Die Polizei bestätigt, dass sie die Ermittlungen aufgenommen habe. Allerdings seien die Anschuldigungen "sehr vage".
Ein zweiter Schüler hat sich beim Generalvikariat Paderborn gemeldet und den „mutmaßlichen Fall eines sexuellen Missbrauchs” durch den ehemaligen Leiter des Jungen-Internates gemeldet. Der Übergriff durch den heute 81-Jährigen soll - ebenso wie der Missbrauch eines anderen Jungen - Ende der 70er Jahre stattgefunden haben.
Um jeden Eindruck eines Vertuschungsversuches zu vermeiden, hat das Generavikariat die entsprechenden Unterlagen am 4. März 2010 an die Staatsanwaltschaft Paderborn übergeben. Wie der beschuldigte ehemalige Präses auf die neuen Vorwürfe regagiert hat, teilt das Erzbistum nicht mit.
"Sehr vage" Äußerungen eines Ex-Schülers
Der Leitende Oberstaatsanwalt in Paderborn, Volker Schmerfeld-Tophof, bestätigteam Freitag gegenüber unserer Zeitung, dass er „ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen eines möglichen sexuellen Missbrauchs am ehemaligen Werler Internat” eingeleitet hat. Ob es zu einer Anklage kommen wird, könne er noch nicht sagen: „Der Ex-Schüler äußerte sehr vage Dinge am Telefon.” Außerdem müsse geprüft werden, ob der Fall verjährt sei.
Volker Schmerfeld-Tophof: „Mit der Antwort auf diese Fragen wird sich aber die Staatsanwaltschaft in Arnsberg beschäftigen, an die ich die Unterlagen weitergereicht habe.” Denn die Justiz in Arnsberg sei für Werl zuständig.

12:38
Was macht das überhaupt für einen Sinn, hier die außerkirchlichen Missbrauchsfälle gegen die kirchlichen aufzuwiegen? Fest steht, dass gerade die Kirche, welche permanent Moral predigt, zu allererst an den Pranger zu stellen ist.
11:15
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21:22
@ Eine Böse: Ja, genau, so einfach ist die Lösung!
Etliche wissenschaftliche Studien zu dieser Frage bestätigen zwar, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Zölibat und der krankhaften Fehlentwicklung der Pädophilie gibt (so etwa die Studie des Berliner Kriminalpsychaters Hans-Ludwig Kröber von der Charité, die besagt, dass Männer, die nicht zölibatär leben, mit einer 36mal höheren Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern werden als katholische Priester), aber Sie wissen es natürlich besser.
Vielleicht hätte der Experte aus Berlin sich vorher Ihren fachmännischen Rat einholen sollen!
Was ist denn mit all den Männern (und mitunter auch Frauen), die in familiären Strukturen leben und dort derartige Verbrechen begehen, dass sie Kinder missbrauchen?
Wird das etwa durch die Lebensform der Ehe ausgelöst?
Man sollte sich hüten, hier nur mit Zahlen zu argumentieren, denn jeder Missbrauchsfall ist einer zu viel.
Aber ein Blick auf die Zahlen, wie viele Kinder jedes Jahr innerhalb der Familie oder von anderen Tätern missbraucht werden - außerhalb jeder kirchlichen Einrichtung - lässt solche vorschnellen und billigen Pauschalurteile einfach nicht zu!
09:47
also wenn das Gott den Kirchenmännern gelehrt hat, will ich keine Katholikin mehr sein! das haben sie vonihrem Zöllibat da werden Kinder missbraucht und gezüchtigt. Wo waren die eltern dieser Kinder? Ich werde aus der Kirche austreten weil ich das nicht mit meinem Glauben verantworten kann
20:59
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