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Unfälle auf Rolltreppen

22.02.2009 | 16:31 Uhr

Hagen. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Der alltägliche Gebrauch von Maschinen und Haushaltsgeräten lässt Menschen sorglos werden. So ist es auch mit der Rolltreppe. „Die Gefahren, die von diesem Transportmittel ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt”, warnen Experten des TÜV Rheinland.

Auch auf der gemeinen Rolltreppe sollten Regeln eingehalten werden. Foto: ddp

Erst im November ist ein 67-jähriger Mann in Mülheim auf einer Rolltreppe gestorben, weil sich seine Kleidung nach einem Sturz in der beweglichen Treppe verfing und den Mann zu Tode strangulierte. Auch Kinder klemmen sich immer wieder Hände, Füße oder Haare ein und erleiden Quetschungen oder sogar Knochenbrüche.

Unfallursache: Menschliches Fehlverhalten

„Die Technik ist eigentlich auf einem sehr ausgefeilten Stand”, sagt Frank Ehlert, Sprecher des TÜV Rheinland. „Bei Unfällen ist meist die menschliche Komponente ausschlaggebend.” Will sagen: Viele der Menschen, die sich auf einer Rolltreppe verletzen, haben sich nicht richtig verhalten. „Deshalb weisen wir immer wieder darauf hin, was man auf keinen Fall tun darf.”

Die Füße gehören beispielsweise immer auf die Mitte der Stufe. Wer seine Füße auf den Rand stellt, darf sich nicht wundern, wenn durch Wärmereibung bestimmte Schuh-Materialien weich werden und in den Spalt zwischen Stufe und Treppenführung gezogen werden.

„Im schlimmsten Fall kann die Person dann mitgeschleift werden, Verbrennungen und Quetschungen bekommen.” Frank Ehlert

„Im schlimmsten Fall kann die Person dann mitgeschleift werden, Verbrennungen und Quetschungen bekommen”, so Ehlert. Besonders anfällig seien Plastikstiefel, Kunstoff-Sandalen (Crocs) und Kinderschuhe. „Viele Treppen haben deshalb Bürsten an den Seiten, die dafür sorgen sollen, dass die Menschen Abstand halten”, sagt Ehlert. Wehende Mäntel, herabhängende Schals und langes Haar stellen auf einer Rolltreppe ebenfalls eine Gefahr da.

Keine Unfallstatistik

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, aber auch Rolltreppen sind nicht ungefährlich. Dieses Dame macht alles richtig: Sie steht mitten auf der Treppe, fern des Randes und der Spalte. Foto: Andy Spyra

Einmal im Jahr überprüft der TÜV alle „Fahrtreppen” (wie Rolltreppen in der Fachsprache heißen) auf Schwachstellen. „Das Wartungspersonal sieht natürlich noch öfter nach den Treppen”, so Ehlert. Mängel werden deshalb zeitnah behoben. Wie viele Unfälle generell auf Rolltreppen passieren, darüber gibt es keine Statistik. In Österreich waren es beispielsweise im vergangenen Jahr 800 Unfälle. Man könne aber davon ausgehen, dass zu Stoßzeiten im Bahnverkehr oder in Kaufhäusern mehr passiere, wenn die Menschen drängeln und schubsen.

Senioren und Kinder besonders gefährdet

Besonders von Unfällen betroffen seien laut TÜV Senioren und Kinder. „Kindern fehlt die Erfahrung, die Situation als gefährlich einzuschätzen”, so Ehlert. „Und Senioren mangelt es im Alter an Beweglichkeit.” Sie geraten auf der Rolltreppe eher aus dem Gleichgewicht und können stürzen. Wer einen solchen Unfall miterlebt, sollte möglichst schnell den Notknopf der Treppe drücken, um die Treppe anzuhalten.

Von Jennifer Kuhlmann

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Kommentare
05.01.2010
19:32
Unfälle auf Rolltreppen
von HAL9000 | #1

Bildunterschrifft:
> Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, aber
> auch Rolltreppen sind nicht ungefährlich. Dieses
> Dame macht alles richtig: Sie steht mitten auf der
> Treppe, fern des Randes und der Spalte.

Wie weit allerdings Damen von der Spalte wegstehen kommt auf die Länge der Beine an.

Um mal höflich darauf hinzuweisen, dass auch Bildunterschriften unterstes Niveau haben können.

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