Uhlenberg will neue Regeln zum Schutz der Kunden
15.10.2009 | 12:18 Uhr 2009-10-15T12:18:00+0200Hagen/Werl. NRW-Minister Eckhard Uhlenberg will sich auf der Konferenz der Verbraucherschutzminister in Berlin für mehr Aufklärung der Kunden einsetzen: „Der NRW-Regierung ist vor allem eine offene und ehrliche Kennzeichnung von Lebensmitteln ein Anliegen."
Herr Minister, Sie wollen das Deutsche Lebensmittelbuch bekannter machen. Was heißt das, und was ist das?
Uhlenberg: Fachleute haben darin die Qualitäts-Merkmale für 2000 Lebensmittel festgeschrieben. Ein richtiges Buch ist es nicht, aber diese Warenkunde kann eine große Hilfe sein, mehr Klarheit für die Verbraucher zu schaffen. Wer nicht weiß, wie echter Schinken aussieht, dem kann man gefälschten Schinken leichter verkaufen. Auch sogenannter Analog-Käse, der mit richtigem Käse nichts zu tun hat, muss erkennbar sein. Und über den Ersatz von Milch-Produkten durch Pflanzenfette ist Aufklärung nötig.
Wie soll die Informations-Offensive über wertvolle Lebensmittel erfolgen?
Uhlenberg: Das Thema gesunde Ernährung wollen wir stärker in die Schulen hereintragen. Gastronomen sollten entsprechende Schulungen angeboten werden, hier strebe ich eine Gesetzesinitiative an.
Auf die ins Gespräch gebrachte Ampel-Kennzeichnung von Lebensmitteln wollen Sie verzichten?
Uhlenberg: Ja. Tests haben ergeben, dass exakte Grenzziehung bei Nährstoffgehalten wissenschaftlich nicht vertretbar ist. So würde Cola light zum Beispiel im grünen Bereich liegen, fetthaltige Muttermilch aber ein warnendes Rot bekommen. Außerdem ist solch eine Farb-Ampel in Europa nicht durchsetzbar.
Vorschläge aus NRW
Zusätzlich zur verpflichtenden Nährwertangabe, wie sie die EU plant, soll auf dem Sichtfeld der Verpackungen der Energiegehalt bezogen auf 100 Milliliter bzw. 100 Gramm angegeben werden. Uhlenberg: „Niedersachen, Schleswig-Holstein und wohl auch Bayern sind auf der Seite von Nordrhein-Westfalen, die SPD-Länder tun sich etwas schwer." Die Lebensmittel-Wirtschaft sträube sich noch gegen eine klare Maßeinheit.
Handlungsbedarf im Sinne der Verbraucher sieht der Sprecher der Unions-geführten Länder auch bei den neuen Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion. Die Finanzwirtschaft soll von der Minister-Konferenz aufgefordert werden, die tatsächlichen Kosten für die sogenannten Revolving-Karten transparenter zu machen und bei der Werbung für die von ihnen als besonders flexibel gepriesene Karte Zurückhaltung zu üben. „Die Gefahr, dass nicht aufgeklärte Kunden wegen der hohen Schuldzinsen in die Schuldenfalle geraten, ist groß", sagt der Minister. Verbraucherberatungen würden zunehmend mit solchen Fällen konfrontiert.
Funkchips in der Kleidung
Ein wachsendes Problem seien auch die RFID-Anwendungen (Radiofrequenz-Identifikations-Technologie) für den Bereich der Endkunden. Fernlesbare Funkchips etwa in der Kleidung machen genaue Identifizierungen möglich. Uhlenberg will, dass Einzelhändler über vorhandene Lesegeräte aufklären und Funkchips auf Wunsch des Kunden kostenlos deaktivieren.

03:19
Welche TESTS Herr Uhlenburg, die von ihren Lobbyisten.?
Im Mai gibt es die Quittung.
11:22
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10:47
Die CDU, ebenso wie Seehofer, haben sich nie für Verbraucher eingesetzt, sie waren immer auf Seiten der Agrarindustrie,Chemieindustrie und Bauernverbände. Daß jetzt nichteinmal die Ampel kommt, zeigt, daß wir nichts Gutes erwarten dürfen, die Macht des großen Geldes / die Bauernstimmen sind zu groß.
09:07
da schau einer, wir haben sogar noch eine landesregierung.
ich habe gedacht, (aber man soll ja nicht denken) wir hätten keine mehr.
ach ja, im mai sind ja wahlen und nun kommen sie aus der höhle.
leute achtet im karneval mal auf die sendungen aus köln und d,dorf, da könnt ihr eueren MP
mal so richtig sehen, da ist er voll dabei ,würde er mal so intensiv regieren.
09:03
Das kann der Herr doch gar nicht mit seiner Partei (pro Genfood) seiner Schwesterpartei (Frau Aigner will die Ampel durch die EU verbieten lassen) und der FDP (geringere Abstände bei Genfood, damit über kurz oder lang Bio-Landbau unwiederbringlich verschwunden ist) abgesprochen haben!!!
Oder es ist eine der üblichen Politikerlügen in Vorbereitung auf den Wahlkampf!
08:49
Ehrliche Kennzeichnung? Wo ist denn bei der Politik etwas ehrlich?
08:47
Soso, eine ehrliche Kennzeichnung von Lebensmitteln. Na dann können wir uns ja auf jede Menge chemische Formeln gefasst machen und ohne Chemiestudium ohnehin nicht kapieren, was wir da zu essen bekommen...
08:47
Herr Uhlenberg meinte doch wohl fetthaltige ButtermilchOder?
08:24
Allein der Spruch -ehrliche Kennzeichnung von Lebensmitteln- ist ein Widerspruch insich.
Es sollten nur noch werthaltige Lebensmittel auf dem Markt sein, alles andere schädigt das Leben.
Verdient ein Zuckergemisch überhaupt das Wort Lebensmittel?
Alles, was dem Leben nicht dienlich ist, sollte kurzerhand vom Markt genommen werden. Dann brauchen wir keine Kennzeichnung mehr.
08:04
Das ist ja schon verwunderlich, wie sich der Minister Uhlenberg für die Belange der Verbraucher einsetzen will.
Nur seltsam, dass gerade die CDU sich für den Anbau von Gen-manipuliertem Mais einsetzt und die Lebensmittel auch nicht gekennzeichnet werden müssen, die diese unnatürlichen Retortenprodukte beinhalten.
Wie passt das denn dann bitteschön zu dem o.a. Artikel ?