Trübe Aussichten
12.06.2009 | 19:56 Uhr 2009-06-12T19:56:00+0200Klimaschutz steckt in der Krise
Und täglich grüßt das Murmeltier: wieder eine Klimakonferenz ohne greifbare Ergebnisse, wieder Zeit verloren im Kampf gegen den Treibhauseffekt, wieder wertvolle Chancen verpasst. Der Klimaschutz steckt in der Sackgasse; die Wirtschaftskrise genießt im Bewusstsein von Politik und Bevölkerung Priorität.
Gut, die Experten aus 190 Ländern, die in den vergangenen zwölf Tagen in Bonn zusammen saßen, hatten lediglich die Aufgabe, die für Dezember terminierte Weltklimakonferenz vorzubereiten. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Weltgemeinschaft Ende des Jahres in Kopenhagen viel heiße Luft, aber keinen Durchbruch produzieren wird: Barack Obama verspricht immer wieder, dass die USA eine Führungsrolle übernehmen wollen, am Verhandlungstisch bleiben Taten und Fakten jedoch aus. Taktieren, verzögern, abwälzen, das ist auch die Devise der anderen Industrienationen - auf dem Rücken der Entwicklungsländer, die wirtschaftlich zu schwach sind, um sich dem Klimawandel anzupassen.
Wo bleiben die deutschen Impulse? Der aktuelle Umweltminister ist politisch isoliert, die ehemalige Umweltministerin Angela Merkel drücken jetzt andere Sorgen. Schlechte Zeiten fürs Klima.

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warum verbreiten sie wider besseren wissens stets und ständig die klimalüge?