Teure Pannenhilfe beim Zentralabi
22.01.2009 | 17:38 Uhr 2009-01-22T17:38:00+0100Düsseldorf. Die SPD-Opposition hat die teure „Pannenhilfe” zur Vermeidung von Fehlern beim Zentralabitur scharf kritisiert.
Nach den Pannen bei der Aufgabenstellung im zweiten Zentralabitur 2008 hatte Schulministerin Barbara Sommer (CDU eine externe Expertenkommission eingerichtet. Kosten 2009 und 2010: eine Million Euro.
SPD-Schulexpertin Ute Schäfer warf der Ministerin vor, sie stehle sich mit der „teuer erkauften Pannenversicherung” aus der Verantwortung. Das Ministerium gebe eine Million Euro für Aufgaben aus, die sie mit nachgeordneten Behörden selbst bewältigen müsse. Mit der einen Million Euro werden Ausgaben für Kommission, Geschäftsstelle und Fachkommissionen beglichen. Die unabhängige Kommission „zur Qualitätssicherung von zentralen Prüfungen” wurde an der Universität Dortmund eingerichtet. Der Kommission gehören neben dem Bildungsforscher Wilfried Bos und dem Pisa-Koordinator Andreas Schleicher auch die Leiterin der Kölner Europaschule, Dagmar Naegele, an.
Beim Zentralabitur 2008 waren zahlreiche Schüler unter anderem an einer als unlösbar geltenden Mathematik-Aufgabe („Oktaeder des Grauens”) gescheitert. Erst nach heftigen Protesten ließ Sommer die Aufgaben nachschreiben: 75 Prozent der Geschädigten nutzten erfolgreich den zweiten Versuch. In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Barbara Hendricks verwies Sommer darauf, dass die Experten das Ministerium zusätzlich beraten und künftige Aufgaben prüfen und freigeben sollen. „Das ist dem Steuerzahler kaum zu vermitteln”, klagte SPD-Expertin Schäfer.

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