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Entsorgungskosten

Stabile Gebühren trotz Flaute am Papiermarkt

12.02.2009 | 18:14 Uhr

Hagen. Rapide gesunkene Preise bei Altpapier, Schrott und Altkunststoff lassen die Entsorgungskosten steigen.

In der Folge, so der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE), würden Kommunen ihre Gebühren im laufenden Jahr, „aber ganz sicher im nächsten Jahr” erhöhen, erklärte BVSE-Präsident Burkhard Landers.

Laut HEB steigen die Entosrgungskosten voraussichtlich nicht. Foto: ddp

„Panikmache”, sagt dagegen Werner König, Geschäftsführer der Hagener Entsorgungsbetriebe (HEB). Natürlich hätte auch der als GmbH organisierte Entsorgungsbetrieb der Stadt Hagen mit höheren Papierpreisen kalkuliert, doch seien gleichzeitig auch die Energiepreise gesunken. „Bei einem Müllwagen, der 70 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht, macht sich das in der Kalkulation bemerkbar”, so König.

„Es hat auch schon Jahre gegeben, da haben wir Geld dazugegeben.” Peter Greve

Gut 12 000 Tonnen Papier werden jährlich in Hagen eingesammelt. Seit Herbst 2008 ist jeder Haushalt mit einer eigenen Papiertonne versorgt. „Wieviel wir auf diesem Weg sammeln, wird sich erst Ende des Jahres zeigen.”

Ähnlich viel Papier im HSK

Eine ähnliche Menge Papier kommt im Hochsauerland-Kreis (HSK) zusammen. Ein sogenannter Sekundär-Rohstoff, der zurzeit nur schwer zu verkaufen ist. „Wir rechnen zu Marktpreisen ab”, erklärt Peter Greve, stellvertretender Betriebsleiter des HSK-Abfallentsorgungsbetriebs. Und der Marktpreis liegt derzeit bei 0 bis 5 Euro pro Tonne. Kalkuliert wurde im Hochsauerland mit mehr, „doch hatten wir unsere Umsatzerwartungen bereits zurückgeschraubt”, sagt Greve. Nun hoffen die Entsorger, die ihre Gebühren wieder an die Kommunen weitergeben, dass sich der Preis wieder erholt. „Es hat auch schon Jahre gegeben, da haben wir Geld dazugegeben.”

Im Kreis Olpe wird das Papier 2009 noch zu einem vertraglich festgeschriebenen Preis verkauft. Doch dieser läuft am 31. Dezember aus. „Wir müssen Mitte des Jahres neu ausschreiben”, sagt Andreas Sprenger, Fachbereichsleiter Umwelt und Ordnung. „Wenn die Preise dann immer noch im Keller sind, muss neu kalkuliert werden.” Für die Bürger muss das aber nicht sofort eine Erhöhung der Abfallentsorgungsgebühr bedeuten. „Das Papier ist bei uns kein wesentlicher Faktor in der Kalkulation”, so Sprenger.

Wie beim Papier sind auch die Preise für Schrott und Altkunststoff eingebrochen. „Langfristig kann sich das auf die Lizenzgebühren für das Duale System auswirken”, erläutert Jörg Lacher, Sprecher des Entorger-Verbandes. In der Folge müssten Hersteller die Preise für ihre verpackten Waren erhöhen.

Von Susanne Schlenga



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