Späterer Start in den Schultag findet wenig Zustimmung
26.03.2009 | 21:46 Uhr 2009-03-26T21:46:00+0100Düsseldorf. „Lehrer sind so ausgebildet, dass sie auf den Biorhythmus der Schüler achten”, sagt Thomas Breuer, Sprecher des NRW-Schulministeriums und gibt der Idee, später in den Schultag zu starten, kaum eine Chance. Dass sich Schüler zum Teil sehr früh morgens aus den Federn quälen müssen, ist auch für viele Schulleiter kein Problem.
„Lehrer sind so ausgebildet, dass sie auf den Biorhythmus der Schüler achten”, sagt Thomas Breuer, Sprecher des NRW-Schulministeriums und gibt der von einer Berliner Schule angestoßenen Idee, später in den Schultag zu starten, kaum eine Chance. „Wir erwarten keinen Run”, sagt Breuer, nachdem das Ministerium Schulen ab sofort freistellt, den Start in den Tag zu verschieben.
Kein Problem in der Region
Dass sich ihre Schüler zum Teil sehr früh am Morgen aus den Federn quälen müssen, ist auch für viele Schulleiter in der Region kein Problem. „Die bisherige Struktur ist vernünftig”, sagt Herbert Hoß, Leiter des Städtischen Gymnasiums Kreuztal. Zurzeit beginnen die Kreuztaler Gymnasiasten ihren Tag um 7.45 Uhr. Eine von den Verkehrsbetrieben vorgeschlagene Verschiebung des Unterrichtsbeginns auf 8.20 Uhr „konnten wir erfolgreich verhindern”, sagt der Schulleiter. Drei Schulen sollten mit einem Bus bedient werden, hätten also gestaffelt starten müssen. „Geht es später los, bekommen wir zu wenig Stunden am Vormittag unter”, erklärt Hoß. Durch die per Ministeriumserlass auf eine Stunde verlängerte Mittagspause würde sich der reguläre Schultag weit in den Nachmittag hinziehen. „Und das ohne Berücksichtigung von Förderunterricht oder anderen Spezialitäten.”
Auch Eltern sind gegen späteren Unterrichtsbeginn
Über einen um eine halbe Stunde auf 8.30 Uhr verschobenen Start hat man an der Grundschule Wassermaus in Ennepetal bereits nachgedacht. „Wir wollten dem Berufsverkehr ausweichen und unseren Kindern einen sicheren Schulweg ermöglichen”, so Schulleiterin Bianka Schweser. Doch viele Eltern stimmten gegen diesen Vorschlag. „Die Menschen sind mehr und mehr berufstätig und auf eine Betreuung vor acht Uhr angewiesen”, so Schweser. Eine Erfahrung, die auch Burkhard Feldmann, Leiter der Petri-Grundschule in Werl teilt. Er kann sich nicht vorstellen, dass in an seiner Schule die Schulglocke künftig später läutet. „Als Grundschule ist man auch gehalten, die Kinder mittags nach Hause kommen zu lassen.” Bei bereits 22 Pflichtstunden in Klasse 1 plus möglichem Förderunterricht kann sich auch Bianka Schweser den Start nach 8.30 Uhr keinesfalls vorstellen.
Konzentration am Morgen am höchsten
Das Argument, der Biorhythmus der Kinder passe nicht zu einem Schulbeginn um acht Uhr, lassen viele Schulleiter nicht gelten. „Die Konzentration gerade bei den Kleineren ist zwischen 8.30 und 12.30 Uhr am höchsten”, so die Erfahrung von Horst Witthüser, Schulleiter am Gymnasium Hohenlimburg. Und eine Mathearbeit nachmittags um drei würde sicher auch nicht viele Freunde finden. „Wir geraten so oder so in Konflikt mit dem Biorhythmus”, sagt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW. Wer später beginne, komme früher beim Mittagstief an. Udo Beckmann vom NRW-Landesverband für Bildung und Erziehung (VBE) spricht die Konsequenz aus: „Wenn wir uns um den Biorhythmus wirklich kümmern wollen, müssen wir einen vernüftigen Ganztag planen.”

15:49
#1
Schon wieder so ein randdummer V...pf.....kommentar, der nur auf Provokation abzielt. Hauptsache, man kann wieder seinen Frust ablassen und ein billiges Klischee bedienen.
Übrigens... die meisten Lehrer, die ich kenne, sind für Ganztagsschulen. Eine reine Notwendigkeit bei der heutigen Erziehungsmisere in vielen Elternhäusern. Darüber sollten Sie mal so 10 bis 15 Stunden nachdenken! ? Schaffen Sie schon!
Kleine Nachhilfe! Sie sollten sich nur für einen Fall entscheiden:
entweder Akkusativ: den LehrerN
oder Dativ : deM Lehrer
Bitte sehr! War mir ein Vergnügen! :-)
22:52
Genau, mir geht es schließlich nur darum, dass ich möglichst früh wieder aus der Schule verschwinden kann
22:30
Der Biorhythmus der Schüler ist den Lehrer doch völlig egal. Aber ein Anfang, früh am Morgen, gibt dem
Lehrer doch die Chance noch vor dem Feierabend der anderen Berufstätigen auf dem Tennisplatz oder dem Golfplatz ohne Gedränge seinem Hobby nachzugehen.