Schwieriger Spagat des FC Schalke 04
30.11.2009 | 17:41 Uhr 2009-11-30T17:41:17+0100Gelsenkirchen. Die Allerweltsbegegnung aus der Fußball-Bundesliga steckt plötzlich voller Brisanz. Schalke 04 gegen Hannover 96 - ein Punktespiel, um das sich viele Fragezeichen ranken.
Wie werden beide Mannschaften im Spiel eins nach dem Tod von Robert Enke reagieren? Gelingt nach der Trauer die Rückkehr in den Kicker-Alltag? In und an der Arena in Gelsenkirchen-Buer wird Unsicherheit herrschen, wenn die Profis am Samstag den Rasen betreten.
"Schnell zur Normalität zurückkehren"
„Wir sollten an den Aspekt Robert Enke denken, aber trotzdem schnell zur Normalität zurückkehren”, sagt Schalke-Trainer Felix Magath. Es ist ein komplizierter Spagat zwischen Schicksalsschlag und Tagesgeschäft. Dieses Kunststück ist dem Klub bei der Fertigstellung des aktuellen Vereinsmagazins „Schalker Kreisel” geglückt. Neben sportlichen Informationen und einem Rafinha-Interview („Bis zum letzten Tag gebe ich alles für Schalke 04”) schmücken ein großes Enke-Bild mit einem fünfzeiligen Trauertext sowie ein neutrales Aufmacherbild, das einen Fußball auf dem Rasen zeigt, die ersten drei Seiten. „Es ist nicht nur für Hannover 96 eine schwierige Situation, sondern auch für uns”, sagt Magath: „Ich bin dafür, möglichst schnell zur Normalität zurückzukehren und glaube, dass so die schweren Schicksale zu verkraften sind.”
Keine weitreichenden Konsequenzen
Der königsblaue Trainer-Manager spricht aus eigener Erfahrung. Zu seiner aktiven Zeit verlor ein Mitspieler seine Tochter, beim VfL Wolfsburg beklagte Top-Stürmer Grafite den Tod seines Vaters. Dass das schreckliche Erlebnis der vergangenen Woche weitreichende Konsequenzen in der Liga nach sich ziehen könnte, glaubt Magath nicht: „Wir können nur hoffen, dass wir künftig offen miteinander umgehen, aber wir müssen das Geschäft so akzeptieren wie es ist. Das Ereignis wird, längerfristig gesehen, keine großen Auswirkungen haben.”
Emotionen nicht verboten
Der 56-Jährige hofft am Samstag auf eine möglichst reibungslose Rückkehr in den Alltag. Magath will seinen Akteuren aber keine Verhaltensregeln vorgeben: „Es bleibt jedem überlassen ob und wie er jubelt. Man kann Emotionen nicht verbieten und sollte auf übertriebene Dinge verzichten.” Seine Kicker beurteilen die Situation ähnlich. „Das, was in den 90 Minuten auf dem Platz stattfindet, sollte man losgelöst von dem betrachten, was leider außerhalb des Rasens passiert ist”, sagt Kevin Kuranyi. Der Stürmer und seine Frau Victorija, die eine enge Freundschaft zur Familie Enke pflegen, waren gemeinsam mit Gerald Asamoah nach Hannover gefahren und hatten an der Trauerfeier teilgenommen.
Asamoah fällt aus
Sollte sich der 27-Jährige im Spiel gegen Hannover 96 einmal in die Torschützenliste eintragen können, wäre das sein 100. Bundesliga-Treffer. Ein Jubiläumstor, aber kein besonderer Jubel. „Ich würde nicht groß feiern, sondern mich innerlich freuen”, erklärte Kuranyi. Gedämpfte Freude aus Respekt und Trauer. Fehlen wird gegen Hannover 96 Gerald Asamoah, der wegen einer fiebrigen Grippe bis gestern nicht trainieren konnte. Dafür steht Jefferson Farfan nach einer Bronchitis wieder zur Verfügung.

16:53
Also , der ganze Artikel ist gelinde gesagt lächerlich. Wo liegt bitte schön die Brisanz ?? Robert Enke hat seinem Leben , bedauerlicherweise, ein Ende gesetzt und die Bundesliga und der DFB haben den Mensch en und Fußballer Enke gebührend ,( vielleicht sogar übertrieben ) geehrt. Jetzt beginnt der ganz normale Alltag in der Bundesliga und alles andere ist kalter Kaffee. Seröse Medien sollten sich mit ihern Berichten zurück halten und solche abstrusen Berichte der BLÖD ZEITUNG überlasesen. In dem Sinne, schönes Wochenende und viele , schöne Tore !!