Schüler heiß auf
14.07.2010 | 18:31 Uhr 2010-07-14T18:31:00+0200
Arnsberg. An den Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg wird wieder oft und gern Sport getrieben.
Diese positive Zwischenbilanz ein Jahr nach der Vereinbarung des „Bündnisses für Sport“ zogen gestern in Arnsberg der Landessportbund, die Bezirksregierung und ihre zwölf Stadt- und Kreissportbünde.
Besonders erfolgreich war das Bündnis mit seinem Programm zur Verringerung des Anteils von Nichtschwimmern an den Schulen des Hochsauerlandkreises. Hier können mittlerweile alle Schüler bis zur 6. Klasse schwimmen. Dies wurde möglich, nachdem sich Lehrer vom Schwimmverband Südwestfalen und der DLRG Westfalen zu Schwimmlehrern ausbilden ließen. Bezirksweit wurden 2000 Lehrer für den Schwimmunterricht geschult, mehr als 12 000 Schüler legten ihre Seepferdchen-Prüfung ab.
Besondere Bedeutung beim Ganztagsbetrieb
Besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit von Schule und Sportverein im Ganztagsbetrieb von Schulen zu. Dank des Bündnisses werden beispielsweise im Ennepe-Ruhr-Kreis 85 Prozent der Sportangebote im offenen Ganztag durch Sportvereine abgedeckt, im Kreis Unna sind es noch 80 Prozent.
Ohne die Ausbildung sogenannter Sporthelfer ist das Ziel des Bündnisses, möglichst viele Schüler schon im jungen Alter für den Sport zu begeistern, nicht zu erreichen. Aus diesem Grunde waren im vergangenen Jahr annähernd 700 Sporthelfer zu qualifizierten Lehrkräften ausgebildet worden; Sporthelfer sind Schüler, die selbstständig Sport-Arbeitsgemeinschaften leiten dürfen, wenn ein Lehrer in Rufweite ist.
Kooperationen erwünscht
Laut Bündnis-Statistik zählte der Märkische Kreis bereits im September 2009 162, der Hochsauerlandkreis 80, der Kreis Olpe 141, Siegen-Wittgenstein 28, der Kreis Soest 64 und die Stadt Hagen acht Sporthelfer.
Im Regierungsbezirk gibt es 4700 Sportvereine und 1500 Schulen. Für sie entwickelt die Bezirksbehörde im Rahmen des Bündnisses für Sport Hilfen für eine langfristige Zusammenarbeit. Erste Modelle einer solchen Bindung wurden mit dem Westdeutschen Volleyballverband und dem Westdeutschen Tischtennisverband in den Städten Soest, Sundern und Neunkirchen gestartet. Weil die Kooperation mit dem Partner Volleyballverband besonders gut funktionierte, wurde das Städtische Gymnasium Sundern gestern im Rahmen der Zwischenbilanz ausgezeichnet.
Schule und Verein
Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein wird im kommenden Schuljahr auch in Südwestfalen ausgeweitet. So kooperieren die Hagener Schulen Christian-Rohlfs-Gymnasium und Theodor-Heuss-Gymnasium mit dem Tischtennis- bzw. Basketballverband; das Iserlohner Stenner-Gymnasium arbeitet mit dem Schwimmverband zusammen, die Hauptschule Finnentrop mit dem Fußball- und Leichtathletikverband und die Grundschulen in Altenhundem, Meggen und Lennestadt mit dem Handballverband. Die Gymnasien in Kreuztal und Netphen kooperieren mit dem Handballverband, schließlich das Conrad-von-Soest-Gymnasium mit den westfälischen Fußballern und Leichtathleten.

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