Schäfer warten auf neuen Impfstoff
07.04.2011 | 18:45 Uhr 2011-04-07T18:45:00+0200
Hallenberg. Was passiert eigentlich in Sachen Q-Fieber? Im Januar war die Infektion im Raum Hallenberg und im angrenzenden Hessen aufgetreten. 42 Menschen im Hochsauerlandkreis und 30 im benachbarten Hessen sind seitdem an der grippeähnlichen Infektion erkrankt.
Seit zwei Wochen ist kein neuer Fall hinzugekommen. Die Veterinärämter beider Kreise achten darauf, dass Schafhalter die Muttertiere beim Lammen in Ställen unterbringen. Vor allem die Nachgeburten stehen im Verdacht, zur Ausbreitung der „Ziegengrippe“ beizutragen. Mit 120 Tonnen Brandkalk muss zudem länderübergreifend der Schafdung unschädlich gemacht werden.
Um das Q-Fieber in den Griff zu bekommen, soll auch die gesamte Schafspopulation im Großraum Hallenberg geimpft werden. Die Hessen sind einen Schritt weiter. Bundesweit reichte der verfügbare Impfstoff nur noch für 900 Tiere auf hessischer Seite. Etwa die doppelte Anzahl an Schafen muss in NRW geimpft werden. Das Serum ist aber zurzeit nicht verfügbar. Der Kreis geht davon aus, dass Mitte April geimpft wird und das Thema im Frühsommer ad acta gelegt werden kann.

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Kann man dafür nicht die überflüssigen Bestände vom Schweinegrippenimpfstoff nehmen?