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Salami-Taktik

25.11.2009 | 20:10 Uhr

Im Poker um Staatshilfe für Opel setzt General Motors auf die Salami-Taktik.

 Scheibchenweise lässt der US-Konzern die Öffentlichkeit an seinen Sanierungsplänen teilhaben - und nun zeichnet sich ab, dass diese sich nur in Nuancen von jenen unterscheiden, mit denen sich Magna schon die Unterstützung von Bund und Arbeitnehmervertretern gesichert hatte. Heißt: Zwar sollen alle deutschen Werke erhalten bleiben - allerdings mit deutlich weniger Stellen.

Details nannte Europa-Boss Reilly selbst noch nicht - schon aus taktischen Gründen. Denn eines ist nun auch klar: Das Geschacher um Zugeständnisse der Beschäftigten und milliardenschwere Staatshilfe für Opel geht in eine neue Runde. Verhandlungen, in denen GM am längeren Hebel sitzt. Indem sie die Verteilung der Einschnitte offen lassen, provozieren die Amerikaner einerseits Konflikte innerhalb des Betriebsrates und befeuern andererseits einen EU-internen Subventionswettlauf der Regierungen.

Das letzte Wort in Sachen Opel ist noch nicht gesprochen. Aber der Bund wird in Erklärungsnot geraten, wenn er GM die Hilfe aus dem Steuertopf verweigert, die Magna unter ähnlichen Voraussetzungen bereits zugebilligt worden war. Als er die Opel-Rettung zur Staatsangelegenheit erklärte, hat sich der deutsche Staat ein Stück weit erpressbar gemacht.

Sven Nölting

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