Riskant und ohne Not
06.02.2008 | 22:08 Uhr 2008-02-06T22:08:20+0100Vier Milliarden Euro. Eine Zahl, die die mittelständischen Autozulieferer um ihre knappen Margen fürchten lässt. BMW will sparen, und nun ist klar: in erster Linie bei den Materialkosten. Das zielt auf die Lieferanten. ...
... Denen stehen wohl ungemütliche Preisverhandlungen mit den Einkäufern des Konzerns ins Haus. Aber warum? BMW geht es blendend, das Geschäft floriert, Absatz und Umsatz erreichten 2007 neue Bestmarken. Und auch der Gewinn dürfte wieder üppig ausfallen, 2,9 Milliarden Euro waren es 2006. Das ist viel, BMW aber nicht genug. Die Erträge steigen langsamer als die Erlöse, der schwache Dollar nagt an der Rendite. Das soll sich ändern, deshalb müssen die Kosten runter - zum Wohle von Anlegern und Aktienkurs.
BMW spart ohne Not. Die Last tragen Arbeitnehmer und Zulieferer - die Garanten des Konzern-Erfolges. Eine riskante Gratwanderung: Wenn der Autobauer beim Sparen den Bogen überspannt, läuft er Gefahr, sich auf seiner Rekordfahrt selbst auszubremsen.

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