Reportagen erwecken alte Handwerke zu neuem Leben
25.04.2010 | 18:34 Uhr 2010-04-25T18:34:00+0200
Düsseldorf. Das Ressort Reportage der WESTFALENPOST ist mit dem Journalistenpreis 2009 des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes für die Serie „Handwerks-Geschichten” ausgezeichnet worden. Von Oktober 2008 bis Juni 2009 waren Menschen mit fast vergesssen Berufen beschrieben worden.
Lob und Ehre für die Redakteurin Nina Grunsky, die Redakteure Ulrich Friske und Joachim Karpa und den Fotografen Gerd Lorenzen: „Die Serie besticht durch ihre sehr gute Verständlichkeit, eine originelle Darstellung und zugleich durch einen hohen Nutzwert”, sagt Laudator und Jury-Mitglied Wolfgang Kleideiter, stellvertretender Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten. „Sie ist flott geschrieben und informiert auf unterhaltsame Art über Handwerksberufe.” Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.
Bereits 2006 standen die Mitglieder des Ressorts an gleicher Stelle. Damals waren sie für die Serie „Weltklasse in Südwestfalen” ausgezeichnet worden. WP-Chefredakteur Bodo Zapp freut sich bei der Feierstunde mit 240 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien in Roncalli's Apollo Variete mit den Preisträgern: „Ich bin stolz auf das Ressort, das diesen wichtigen Preis zum zweiten Mal bekommen hat. Mannschaftsgeist zahlt sich aus. Die Geschichten sind ein Beweis für die Vielfalt der Region.” Das Spektrum der Folgen reichte vom Möbel-Restaurator über den Uhrmacher bis zum Pfannenschmied.
Die Anerkennung der Landesregierung spricht Staatssekretär Michael Mertes, zuständig für Medien, aus: „Exzellenter Journalismus ist auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten möglich.” Der Bedarf danach sei groß. Warum? „Die Tageszeitung ist das glaubwürdigste Medium.” Und damit Jugendliche Gespür für Qualität entwickelten, starte die Landesregierung mit 40 Verlagen in NRW - darunter auch die WAZ-Mediengruppe, zu der die Westfalenpost gehört - ab September das Projekt „Zeitungs-Zeit”. 450 000 Schüler der neunten Klassen erhalten täglich eine Zeitung.
Der Vorstandsvorsitzende des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes, Hans Pfeifer, lobt die beachtliche Qualität der Geschichten und hofft auch in Zukunft auf Qualitätsjournalismus am frühen Morgen in seinem Briefkasten. Darauf kann sich Pfeifer verlassen. Das verspricht Festredner Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe. Hombach hält wenig vom ständigen Gerede über das Sterben der Zeitungen. „Die Printmedien überleben ihre Beerdigungszeremonie.” Gerne verweist er auf Bill Gates, der 1990 vorhergesagt habe, „dass es 2010 kein gedrucktes Medium mehr gibt”.
Hombach spricht von einem Wandlungsprozess bei den Zeitungen. Angesichts technischer Möglichkeiten werde der journalistische Alltag vielfältiger. Technischer Fortschritt könne aber nicht vorhergesagt werden. „Die Zeitung wird älter werden als ihre vermeintlichen technischen Totengräber. Die Zeitung kann zum Kultobjekt des elektronischen Zeitalters werden.” Dabei verweist er auf den erfolgreichen Weg der Uhrenindustrie. Seiner Ansicht nach dürfen Zeitungen die „hohe Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit, die sie genießen”, nicht verspielen. Journalistische Exzellenz werde wichtiger denn je. Hombach: „Schlechter Journalismus lässt sich auf Dauer nicht verkaufen.”

13:57
Der ehemalige Schröder-Flüsterer Hombach trägt mit die Verantwortung, daß die journalistische Vielfalt und Qualität langsam den Bach runtergeht! Die WAZ-Gruppe macht Gewinne - und streicht Redaktionen zusammen!
An die Moderation: Ihr könnt das natürlich wieder löschen - aber es stimmt trotzdem!
11:09
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09:36
„Schlechter Journalismus lässt sich auf Dauer nicht verkaufen.”
Da kann ich mir doch ein dezentes Grinsen nicht verkneifen. Wenn das so einfach ist, Herr Hombach - warum versuchen Sie es denn hier jeden Tag?
01:52
Ist das die vollgefressene Westfahlenpost mit dem asozialen Hombach?
Die Freunde der cDU feiern sich wohl selber!!!!!!
23:46
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22:03
Metameta :-