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Kriminalität

Raubzug im Rollstuhl

18.02.2011 | 18:33 Uhr
Raubzug im Rollstuhl
Bei einem Überfall auf einen Juwelier in der Hagener Innenstadt haben die Täter Uhren und Schmuck in noch unbekanntem Geldwert erbeutet.

Hagen.Bei einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Hagener Innenstadt am Donnerstagabend haben zwei Männer Uhren und Schmuck im Wert von mehreren hunderttausend Euro erbeutet. Die Täter gingen dabei äußerst arglistig und brutal vor.

Kurz vor Geschäftsschluss klingelten die Männer an der Eingangstür des Juweliers. Das Geschäft kann nur nach vorausgegangener Freigabe des Personals betreten werden. Die Angestellten schöpften keinen Verdacht. Einer der Männer hatte sich als Rollstuhlfahrer getarnt. Er wurde von seinem Komplizen in den Laden geschoben. Nachdem die Männer sich eine Weile umgesehen hatten, sprang der eine Täter aus dem Rollstuhl. Die Männer drängten die Frauen in eine Ecke des Geschäfts und schlugen sie mit einer Schusswaffe zu Boden. Dann wurden die Angestellten gefesselt und geknebelt.

Die Frauen wurden bei dem Überfall körperlich nicht schwer verletzt. Sie werden aber von einem Psychologen betreut. „Das Vorgehen war sehr brutal“, sagte Geschäftsführer Wilhelm Rüschenbeck.

Der Überfall dauerte nur rund fünf Minuten. Die Männer verließen das Geschäft über einen Nebenausgang. Sie sind weiterhin flüchtig. Die Fahndung läuft. Insbesondere hatten die Täter es auf Armbanduhren der Edelmarken Breitling und Rolex abgesehen. Der Rollstuhl blieb am Tatort zurück und wurde von der Polizei sichergestellt. Eine der Angestellten konnte die Fesseln lösen, nachdem die Täter geflüchtet waren. Sie alarmierte die Polizei und befreite dann ihre Kollegin.

Nach Einschätzung der Angestellten handelte sich vermutlich um Osteuropäer. Die Täter sprachen kein deutsch.

Boris Schopper

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