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Potenzial bei Baggern und Fördergeräten

07.04.2010 | 16:54 Uhr
Potenzial bei Baggern und Fördergeräten

Menden. Bei der Baumaschinen-Messe Bauma (19. bis 25. April in München) ist die Abgasreinigung von Baumaschinen, die ab kommendem Jahr in der EU und in den USA verlangt wird, ein großes Thema. Ein wichtiger Markt für die Mendener Firma HJS, Spezialist für Abgasnachbehandlung.

Stunden- und tagelang laufen die Motoren von Baggern, Radladern, Planierraupen, Deckenfertigern und Betonpumpen bei Hoch- oder Tiefbaueinsätzen - oft in ohnehin hoch belasteten Stadtbereichen. Aber auch Stapler, Fördergeräte, Krane und Rammen werden mit Dieselmotoren betrieben und emittieren Luftschadstoffe, bislang nur durch Arbeitsschutzregeln begrenzt. In Menden hat man diese Zielgruppe im Visier: „Wir sind schon länger in diesem Bereich tätig”, erklärt Dennis Dünzl vom Vertriebsservice bei HJS. Aber jetzt wird das Thema akut: „Wir arbeiten vorwiegend im Bereich der Erstausrüstung, entwickeln aber auch eigene Systeme für Kleinserien.”

Viele Kleinserien

Der Markt für Abgasbehandlung bei Baumaschinen hat Besonderheiten: „Es gibt viele Hersteller, die Kleinserien produzieren”, erläutert Dünzl. „Für die lohnt es sich oft nicht, selber eine Abgasreinigung zu entwickeln. Das übernehmen wir dann für sie.”

Das ist nicht ganz einfach, denn bei diesen Maschinen treten systembedingt oft starke Vibrationen auf, die Motoren sind auf lange Haltbarkeit ausgelegt und der Bauraum ist meist sehr begrenzt. Hinzu kommt, dass manche Motoren ständig bei niedrigen Drehzahlen und dementsprechend niedrigen Abgastemperaturen betrieben werden. Verbrennt der Partikelfilter eines modernen Pkw-Dieselmotors seine Filterrückstände problemlos beispielsweise bei Autobahnfahrten, müssen die Techniker bei manchen Baumaschinen die Abgastemperatur künstlich erhöhen.

Gestaffelte Grenzwerte

Die neuen Abgasgrenzwerte für Baumaschinen sind gestaffelt nach Motorleistung von 37 bis 560 Kilowatt. „Bei kleineren Motoren, wie sie zum Beispiel in Minibaggern verwendet werden, geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Abgase durch Maßnahmen der Motorsteuerung minimiert werden”, erläutert Dünzl. Es gibt aber auch Hersteller, die dennoch eine Abgasnachbehandlung für ihre Geräte verlangen. Branchenkenner sind sich jedenfalls sicher, dass die Abgasnachbehandlung im sogenannten Non-Road-Bereich großes Potenzial hat, Emissionen an der Quelle zu senken.

Ulrich Friske

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