Polizeiwachen im Sauerland ersticken in Revolvern und Gewehren
30.12.2009 | 14:40 Uhr 2009-12-30T14:40:00+0100
Hagen. Bis zum Jahresende haben private Waffenbesitzer Zeit, ihre illegalen Schuss- und Stichwaffen straffrei bei einer Polizeidienststelle abzugeben. Die Beamten rechnen mit 8.000 bis 10.000 Gewehren, Revolvern, Pistolen sowie Hieb- und Stichwaffen allein in Südwestfalen.
Südwestfalen - eine Waffenkammer? Wohl kaum. Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Polizei von Schwelm bis Warstein und von Hagen bis Siegen momentan in zurückgegeben Lang- und Kurzwaffen erstickt. „Dabei sind die wenigsten illegalen Waffenbesitzer Kriminelle mit verbrecherischen Absichten”, stellt Joachim Schlöffel von der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis fest. Viele, die in Schwelm Gewehre und Pistolen ablieferten, hätten die Waffen noch von ihrem Großvater im Keller liegen gehabt. Joachim Schlöffel: „Manchen verrosteten Vorderlader konnten wir nur noch mit Gummihandschuhen anpacken.”
Schussfähige Relikte
Das bestätigt auch Daniela Holuscha von der Kreispolizei in Soest: „Wir haben viele schussfähige Relikte aus dem letzten Krieg bekommen.” Die meisten Erben von Schusswaffen hätten keinen Waffenschein und sie könnten auch keine ordnungsgemäße Aufbewahrung nachweisen. Um allen möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, brächten sie Waffen und Munition zur Polizei.
Doch es sind nicht nur erlaubnispflichtigen Waffen, die sich in den Sammelstuben türmen. „Auch Luftgewehre, Gas- und Schreckschusspistolen werden uns gebracht”, weiß Annette Brenscheidt von der Polizei in Hagen.
Nach Winnenden
Bei Hubertus Uelpenich von der Polizei des Hochsauerlandkreises „läuft gerade in den letzten zwei Tagen alles querbeet ein”. In Meschede werden sogar „Waffen neueren Datums” abgegeben. Nach Einschätzung von Hubertus Uelpenich spielen die Ereignisse von Winnenden bei der Motivation für die Trennung von den Schusswaffen eine große Rolle. Ähnlich wie im Hochsauerlandkreis sieht die Lage in Olpe aus. Gregor Ohm: „Je näher das Jahresende rückt, umso größer wird der Andrang.”
Ein Fakt, den die Siegener Polizei nicht nur auf die Amnestie zurückführt. Auch die Verschärfung des Waffengesetzes und speziell die Regelung über die sichere Aufbewahrung der Waffen habe einen Abgabeschub eingeleitet.
Abgabewelle
„Wir haben sehr viel Erben von Waffen angeschrieben”, berichtet auch Detlef Heiden, bei der Polizei des Märkischen Kreises für Waffen zuständig. Danach sei die Abgabewelle übergeschwappt: 1800 Waffen und mehr als 200 waffenähnliche Gegenstände wurden allein in Iserlohn abgegeben. Detlef Heiden: „Das ist verständlich. Ein Tresor kostet mindestens 300 Euro und für das geforderte Blockiersystem pro Waffe kommen noch einmal 150 Euro hinzu.” Bei den Preisen überlege sich mancher, ob er das Geld für „Opas Ballermann” ausgeben will.
Offenbar nicht. Denn nach der Schätzung der Polizei kommen bis Ende des Jahres circa 8000 bis 10 000 Gewehre, Revolver, Pistolen sowie Hieb- und Stichwaffen allein in Südwestfalen zusammen. Mitte Januar will die Polizei eine Bilanz der NRW-Rückgabeaktion ziehen.
38 Tonnen Alteisen
Die ausrangierten Messer, Schlagringe und Knarren aus dem Sauerland werden beim Landesamt für polizeiliche Dienste in Wuppertal, Selm und Bochum demontiert. Die Stahlbestandteile wandern in den Hochofen. Das Holz wird verbrannt. Eine Zwischenbilanz: Bisher brachte das entschärfte Altmetall 38 Tonnen auf die Waage.

10:16
Beim Lesen fühle ich mich wie ein Kindergartenkind beim Verkehrsunterricht: Gebetsmühlenartig werden in regelmäßigen Abständen gezielte Falschinformationen wiederholt, um den braven Bürger abzuschrecken.
Richtig ist: Für den bloßen Besitz einer ererbten Waffe ist kein Waffenschein erforderlich, sondern nur eine Waffenbesitzkarte. Erben einer Waffe erhalten eine solche WBK völlig unproblematisch, haben darauf sogar einen Rechtsanspruch.
Weiter kostet ein Tresor nicht mindestens 300 Euro, sondern ist in der Regel in nahezu jedem Baumarkt schon unter 100 Euro erhältlich.
Außerdem sollte doch wohl jedem halbwegs realistischen Menschen klar sein, dass nicht ein einziger Krimineller seine Waffe abgegeben haben wird, sondern bloß die brave Omi, die im Kleiderschrank Opas alte Wumme entdeckt hat und - Dank der verzerrten Presseberichte - nun fürchtet, als als Straftäterin ins Gefängnis zu kommen.
13:31
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16:50
schon kommentiert.
Derjenige, die selsbsvertidigung verweigert....mit oder ohne Waffen, konnte entweder Feigling oder geistig behindert sein.
CR MD, Halliday ND, USA
16:44
Es gibt fundierte Statistican aus den USA, dass wer eine Waffe besitzt................is a lie.!
Just the opposite occurs....the crime rate falls when the citizens are armed.(,as in my home.)
Have our people forgotton ......... the Russians & Amis after WW2?..and the criminal element today?? Habt Ihr Selbstvertigigung total vergessen ?
Carl Paul Reiche MD, Halliday, ND, USA
.........
13:23
Eine Waffe macht das Leben nicht sicherer - im Gegenteil! Es gibt gut fundierte Statistiken aus den USA, daß wer eine Waffe besitzt, ein höheres Risiko für schwere Verletzungen oder Tod bei Überfällen hat als derjenige ohne Waffe!
13:18
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13:05
From my dead, cold hand.
12:06
Wenn die darin ersticken und nicht wissen wohin, ich nehme gerne 3 Handfeuerwaffen. Danke!
Denn ohne ist bei uns ganz schön gefährlich auf die Strasse zu gehen. Da ja unsere Polizei mit der aus einer anderen Stadt zusammengelegt wurde und nicht überall gleichzeitig sein kann.
Die nicht rechtschaffenden Leute von denen ich überfallen werde haben immer Waffen. Das ist ungerecht.
11:45
Pssstt in Kundus gibts gute Preis für die Dinger!!
10:57
@ #5:
Warum hast Du Deiner 75jährigen, gehbehinderten Bekannten nicht geholfen? Dann hätte sie die Strapazen nicht auf sich nehmen müssen!