Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Abiturjahrgang

Pinkwart: Doppelter Abiturjahrgang soll an den NRW-Hochschulen keine Nachteile erleiden

19.02.2010 | 18:22 Uhr
Pinkwart: Doppelter Abiturjahrgang soll an den NRW-Hochschulen keine Nachteile erleiden

Düsseldorf. Der doppelte Abiturjahrgang 2013 soll an den NRW-Hochschulen keine Nachteile erleiden. „Jeder, der studieren will, erhält einen Platz”, versprach Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Auch soll es trotz der Studentenwelle laut Pinkwart keinen schärferen Numerus clausus geben. NRW rechnet 2013 mit einem Anstieg der Erstsemesterzahlen auf 110 000 - das sind 20 000 mehr als im Jahr 2009. Die Zahl der Studienanfänger soll dann bis 2018 wieder auf 90 000 sinken.

Erstmals seit Einführung der Schulzeitverkürzung machen 2013 Schüler nach 12 und nach 13 Regelschuljahren gleichzeitig Abitur. Pinkwart erwartet, dass bis Ende des Jahres mindestens 29 000 zusätzliche Studienplätze in NRW geschaffen worden sind.

In den Jahren 2011 bis 2020 erwartet NRW einen zusätzlichen Ansturm von 140 000 Studienanfängern. Da viele Abiturienten zunächst eine Lehre, ein freiwilliges soziales Jahr oder den Grundwehrdienst ableisteten, verteile sich der Doppel-Abiturjahrgang 2013 an den Hochschulen auf vier Jahre.

Geschönte Prognose

Grünen-Expertin Ruth Seidl hält Pinkwarts Prognose für geschönt. Schon heute bekomme aufgrund von Studienbeschränkungen nicht jeder Studierwillige einen Platz. Pinkwart setzt aber gezielt auf den Ausbau der Fachhochschulen. So soll der Anteil der Fachhochschul-Studenten von heute 25 auf 40 Prozent aller Studenten erhöht werden.

Dafür hat das Land vier neue FHs gegründet und baut weitere acht Hochschulen aus. Bis 2020 sollen an den NRW-Hochschulen zusätzlich 3500 Stellen für Professoren und Lehrkräfte geschaffen werden. Dafür ist ein Großteil der 1,8 Milliarden Euro aus dem Hochschulpakt vorgesehen.

Zusätzliche Studienanfänger

Derzeit verhandelt Pinkwart mit den Hochschulen, wie viele zusätzliche Studienanfänger sie ab 2011 aufnehmen können. Für jeden zusätzlichen Studienanfänger erhält die Hochschule 20 000 Euro. Dabei sollen die Fächerangebote gleichmäßig erweitert werden.

SPD und Grüne kritisierten, dass Studierende trotz Studiengebühr weiter bei schlechter Betreuung in überfüllten Hörsälen sitzen.

Wilfried Goebels

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2617022/create

Umfrage
Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Jahreskonferenz
Bildgalerie
Jahreskonferenz...
Busunfall in Siegen
Bildgalerie
Unfall
Eggeabtrieb 2011
Bildgalerie
Fotostrecke
Liese am Rednerpult
Video
EU
Foto
Aus dem Ressort
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 14
Fortsetzungskrimi
Wendler und Schulthof fluchten und fühlten sich an der Nase herumgeführt. In zwölf Städten und Gemeinden hatten sie vergeblich gesucht, hatten historische Stätten und touristische Sehenswürdigkeiten kennen gelernt und manchen städtischen Werbeblock gehört. Aber eine Spur von der Schwarzen Hand?
Foto Text
Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 13
Fortsetzungskrimi
Die Wälder wurden immer tiefer und dunkler. Keine Menschenseele war zu sehen. Würde der Täter endlich Ernst machen?
Foto