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Erdbeben

NRW hilft Haiti mit eigener Spendenaktion

21.01.2010 | 06:00 Uhr
NRW hilft Haiti mit eigener Spendenaktion

Düsseldorf. Die ganze Welt eilt den Opfern der Erdbeben in Haiti zu Hilfe. Auch die Hilfsorganisationen aus NRW sind bereits im Katastrophengebiet aktiv. In Nordrhein-Westfalen soll unterdessen mit einer eigenen Spendenaktion Geld für die Menschen in Haiti gesammelt werden.

Das schwere Nachbeben auf Haiti macht Hilfe nach dem Erdbeben noch dringlicher: Mit der Aktion „Nordrhein-Westfalen hilft Haiti” will die Landesregierung Spenden für die zehn NRW-Hilfswerke sammeln, die auf der zerstörten Karibik-Insel rund um die Uhr im Einsatz sind.

„Es ist die größte Katastrophe in der Geschichte der Vereinten Nationen”, betont Minister Armin Laschet. Das Land hat deshalb 300 000 Euro gespendet. Die erwarteten Spenden auf dem Sonderkonto sollen gleichmäßig auf die Hilfswerke verteilt werden. Schirmherr Jürgen Rüttgers bittet die Bürger um großzügige Spendengelder: „Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn Hundertausende Menschen in Not sind.”

Tonnenweise Hilfsgüter

Die zehn NRW-Hilfswerke sind längst dort. Unicef (Köln) hat 70 Tonnen Material wie Medikamente und Mittel zur Wasseraufbereitung nach Haiti geschickt und 52 Verteilstationen mit Trinkwasser für 100 000 Menschen eingerichtet. Die brauchen Wasser, Nahrung, Medikamente und Ärzte: Deshalb verteilt auch die Deutsche Welthungerhilfe (Bonn) Trinkwasser und Familienpakete.

Die Spenden auf das Sonderkonto werden auf die Hilfsorganisationen aus NRW verteilt.

NRW plant den Wiederaufbau von Schulen, die Kindernothilfe (Duisburg) kümmert sich um die medizinische Erstversorgung und hat ein Ärzteteam geschickt. Die Malteser (Köln) sind mit Ärzten vor Ort, Misereor (Aachen) hilft Straßenkindern, die Aktion „Help” (Bonn) hat medizinische Soforthelfer im Einsatz. Der Arbeiter-Samariter-Bund (Köln) richtete ein Aufnahmezentrum in Grenznähe ein, die „Sternsinger” (Aachen) starten mit einem Nothilfepaket von 100 000 Euro.

Plakate werben für Spenden

Koordiniert wird die Spendenaktion von der Stiftung Umwelt und Entwicklung in NRW. Die „action medeor” hat bereits 13 Tonnen Medikamente auf den Weg gebracht. Die Zeit läuft den Helfern davon. Die Sparkassen haben sich bereit erklärt, in allen Filialen Plakate „NRW hilft Haiti” mit Spendennummern aufzuhängen.

Die Hilfswerke schätzen, dass mindestens 1,5 Millionen Menschen auf Haiti obdachlos geworden sind, Experten rechnen mit 70 000 Toten. Erstmals haben sich angesichts dieser Katastrophe die zehn NRW-Hilfswerke zu einer gemeinsamen Spendenaktion zusammen getan.

Spendenkonto: Sparkasse Köln Bonn, Konto: 12344, BLZ: 370 501 98, Stichwort: „NRW hilft Haiti”

Wilfried Goebels

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