Nicht nur Opfer
09.01.2008 | 18:48 Uhr 2008-01-09T18:48:00+0100Kommentar zum Prozess DFB vs. Robert-Hoyzer
Robert Hoyzer sitzt hinter Gittern, aber sicher fühlt sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nicht vor dem Schiedsrichter, der ihm einen kapitalen Manipulationsskandal einbrockte. Auf 1,8 Millionen Euro Schadensersatz klagt der DFB. Natürlich kann Hoyzer das nicht zahlen, aber vielleicht stellt sich seine wirtschaftliche Lage eines Tages angenehmer dar als zurzeit. Dann nämlich, wenn er anfangen sollte, seine Erlebnisse als Buch oder Film zu vermarkten. Wer weiß, was an Einzelheiten ans Licht käme. Der DFB stände womöglich nicht länger als unschuldiges Opfer perfider Tricksereien da. Immerhin hatten die Funktionäre Monate vor Aufdeckung der Affäre einen Hinweis von Oddset auf Unregelmäßigkeiten bekommen. Reagiert haben sie nicht darauf. Angesichts der Schadensersatzforderung lohnt es sich für Hoyzer zumindest finanziell nicht, die Geschehnisse zu verscherbeln. Sollte er es dennoch tun, kassiert der DFB wenigstens das Geld ab.

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