Neue Wege zur Vermeidung von Müll
12.05.2011 | 18:16 Uhr 2011-05-12T18:16:00+0200
Sundern.Neben Lena Meyer-Landrut gibt es in Düsseldorf in diesen Tagen noch etwas Wichtigeres: Die internationale Verpackungsmesse „interpack“. Als einer der wenigen Unternehmen aus dem Sauerland ist die Sunderner Folienfabrik Schröder vom Bourhahn dabei. Mit einem innovativen Produkt.
„Unser Beutel spart richtig Geld“, ist Geschäftsführer Johannes Schröder (31) überzeugt. Unter dem Kostendruck aus Industriezweigen, wie der Autobranche, wurde in Sundern mit der Mischung der diversen Zubehörprodukte experimentiert. Am Ende stand „Eco light“, ein einfacher Folienbeutel, wie er tausendfach am Tage in der Industrie benötigt wird.
Die Vorteile: Zu seiner Produktion benötigt man bei gleicher mechanischer Leistung weniger Rohmaterial. Weitere Vorteile sind am Ende weniger Verpackungsmüll sowie geringere Kosten. „Unser Ziel, dass der Beutel nicht reißt, wurde durch die neue Rezeptur erreicht“, so Johannes Schröder. Die Ersparnis liege bei 30 bis 40 Prozent: „Da in unserer Branche in Kilogramm abgerechnet wird, erspart das bei einigen Firmen im Jahr schon einen fünfstelligen Bereich.“
Mit diesem Nischenprodukt erhofft sich Schröder in den sieben Messetagen einen guten Zuspruch am Messestand in Düsseldorf, auf dem die Folienfabrik Schröder mit vier Mitarbeitern vertreten ist. Über 2700 Aussteller aus 60 Ländern zeigen in 19 Hallen Maschinen zur Herstellung von Verpackungen sowie Verpackungsmaterialien und deren Produktion.
Johannes Schröder sieht die Chancen für seine Firma als gut an: „Wir bieten als Händler auch Verpackungsmaschinen an und bieten den Kunden alles aus einer Hand. Das ergänzt sich gut.“ Verpackt wird mit Schröder-Folien aus Sundern vieles, über das sich der Kunde des Endproduktes wenig Gedanken macht: So etwa Schokolade, Pralinen, Bücher, Wasserwaagen oder Autozubehör.
Mit dem neuen Produkt trifft Schröder einen Trend der Branche, der sich auch in den Düsseldorfer Messehallen widerspiegelt: Die Nachhaltigkeit ist derzeit bestimmend in der Verpackungsbranche und hat sich dabei zum Wettbewerbsfaktor entwickelt, wie auch der „Eco light“-Beutel zeigt. Denn es geht um Einsparung von Ressourcen bei der Verpackungstechnik und auch den Packmitteln.
Auf dem Maschinen-Sektor stellt Schröder in Düsseldorf auch verschiedene Modelle vor, die noch per Hand zu bedienen sind, etwa Maschinen mit so genannter Haubenschrumpf-Technik oder modernste Stretchwickler, auch um die Leistungsfähigkeit der eigenen Folien-Produkte zu unterstreichen. So etwa von einer Folie, die eine Dicke von 13 Tausendstel Millimeter aufweist: „Diese Folie ist lebensmittelecht und wird bei uns zum Verpacken von Schokoladenprodukten verwandt“, erklärt Johannes Schröder.
Ihr Vorteil: Sie ist schon bei 80 Grad im Schrumpfungsprozess zu verarbeiten. „Es sind nur zehntel Sekunden, die das Endprodukt in der Maschine dieser Hitze ausgesetzt ist, deshalb schmilzt die Schokolade dann nicht.“

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