Milch-Macht
25.04.2008 | 19:17 Uhr 2008-04-25T19:17:00+0200Von Susanne Schlenga
Die Bauern suchen ihre Verbündeten bei den Verbrauchern und hoffen, so den Handelsriesen die Marktmacht des kleinen Mannes entgegen zu setzen. Doch so viel Symphatie der Landwirtschaft, die in den meisten werbe-verbildeten Köpfen ein idyllisches Dasein zwischen Tier und Natur ist, auch entgegen gebracht wird, geht es ans Portemonnaie, hört die (Land)Liebe auf. Angesichts enorm gestiegener Lebenshaltungskosten mit gutem Grund. Außerdem fehlt die Alternative, haben doch drei Lebensmittel-Ketten - ganz ohne Absprache?! - gleichzeitig die Preise gesenkt. Denn die Milch macht's. Sie lockt den Kunden, der literweise vergleichen kann. Und wer kommt, der kauft. Mehr als Milch. Nicht nur aus Solidarität zu den Bauern sollten sich Verbraucher aber bewusst machen, dass sie etwas bewegen können. Das Buhlen um die Kundengunst des durch den Überwachungsskandal gebeutelten Discounter Lidl zeigt, wie weh auch nur kurzfristig umgelenkte Kundenströme tun.

09:02
Sobald die Produktivität der Milchkühe nachläßt, enden auch sie im Schlachthof. Eine Kuh, mit einer natürlichen Lebenserwartung von 14 Jahren, erlebt selten ihren 5.Geburtstag. Kühe produzieren Milch, um ihr Kalb zu ernähren, deswegen werden sie ab dem Alter von etwa 2 Jahren jedes Jahr künstlich befruchtet. Die Kälber werden nach der Geburt der Mutter entrisssen und in den Mastställen zur Schlachtreife gemästet. Oft schreien die Kühe tagelang nach ihren Kälbern. 20% der Kühe werden jedes Jahr aufgrund von Unfruchtbarkeit, Seuchen und niederer Produktionsleistung ausgemerzt.
Artfremde Stoffe in Milch, Fleisch und Eiern führen zu: Allergie, Hautausschlag, Asthma, Neurodermitis, Diabetes, Rheuma, MS, Gicht...(BSE etc.)
Als Alternative zur Tiermilch gibt es außer Sojamilch (Sojaproteine senken Blutfette und schützen vor Arteriosklerose.) auch noch Hafer- und Reismilch.