Mehr Komfort und Sicherheit in den Zügen
18.06.2009 | 18:35 Uhr 2009-06-18T18:35:00+0200
Essen. „Für die Fahrgäste aber auch für unsere Kommunen ist dies ein erfreuliches Ergebnis.” Der Vorstand des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), Martin Husmann, freute sich über die Beilegung des jahrelangen Streits zwischen VRR und Deutscher Bahn, der um Qualität und Kosten entbrannt war.
Der VRR stimmte Donnerstag in Essen einem mit der Bahn ausgehandelten Eckpunktepapier für weitere Vertragsverhandlungen zu. Demnach ist der Weg frei für ein mehr als 400 Millionen Euro teures Investitionsprogramm der Bahn und des Landes NRW in neue Züge und in ein Finanzierungskonzept für den Nahverkehr. „Die jetzt erzielte Einigung im Streit zwischen VRR und Bahn wird ganz erhebliche Verbesserungen für die Fahrgäste in NRW bringen”, sagte Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) Donnerstag in Düsseldorf.
Modernisierung der Regionalbahnen
150 Millionen Euro sollen in neue S-Bahnen investiert werden und bis zu 65 Millionen Euro für die Modernisierung von Regionalbahnen. Davon profitieren Fahrgäste auf der Strecke Hagen-Düsseldorf-Mönchengladbach. Auf dieser Route sollen die Züge der S-Bahnlinie 8 durch moderne Fahrzeuge vom Typ ET 422 ersetzt werden. Sie werden nach Angaben von VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik spätestens bis Dezember 2012 komplett eingeführt sein. Verbessert wird die Sicherheit der Passagiere. Tkatzik: „Die Fahrgasträume sind videoüberwacht.” Damit sollen Gewalttäter abgeschreckt werden. Die Züge werden transparenter und geräumiger, die Fenster größer. Es ist mehr Platz für Fahrräder oder Kinderwagen. Statt kleinteiliger Sektionen soll es mehr Großraum geben. Die Züge sind klimatisiert. Und sie haben mehr Power. „Durch ihre Sprinter-Qualitäten können die neuen S-Bahnen Verzögerungen besser ausgleichen und so die Pünktlichkeit erhöhen”, betont Sabine Tkatzik. Die VRR-Sprecherin erläuterte weiter, dass die Regional-Express-Züge der Linien 1, 2 und 5 jeweils einen weiteren Doppelstockwagen erhalten.
Keine zusätzlichen Fahrpreiserhöhungen
„Eine Befürchtung kann ich den Fahrgästen nehmen: Die zusätzlichen Investitionen in neue Fahrzeuge und bessere Qualität werden nicht über außerplanmäßige Fahrpreiserhöhungen finanziert“, hebt VRR-Vorstand Husmann hervor. Den Kommunen entstünden bis 2010 keine zusätzlichen Belastungen.
Die Einigung auf das Eckpunktepapier markiert das Ende eines Streits zwischen VRR und Bahn. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte 2008 entschieden, dass der VRR der Bahn rund 112 Millionen Euro schuldet, die der Verkehrsverbund seit 2007 einbehalten hatte. Der VRR verweigerte Überweisungen an die Bahn, weil diese nach Ansicht des Verbandes Leistungen nicht erbracht habe. Züge seien unpünktlich und schmutzig. Die Bahn beantragte daraufhin Zwangsvollstreckung gegen den VRR. Nun ist das verabschiedete Eckpunktepapier ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur außergerichtlichen Einigung.

17:08
VRR und teúer---mag ja sein. Schauen Sie sich mal die Tarife im ZRL und besonders im Sauerland an---die sind sauteuer und unverschämt hoch.
Abschreckend wirkt das. Die Leute sollen möglichst Auto fahren.
10:57
Muß auch nicht teurer werden, Herr Husmann! Ist schon doppelt so teuer wie in vergleichbaren Verkehrsverbünden. Beispiel? VRN Rhein/ Neckar. € 67,20 die Monatskarte für jedermann, ab € 33 für Schüler und Azubis. Fahrräder generell kostenfrei:
Muß auch nicht teurer werden, Herr Husmann! Ist jetzt schon doppelt so teuer wie in vergleichbaren Verkehrsverbünden. Beispiel?? VRN Rhein/ Neckar. € 67,20 die Monatskarte für jedermann, ab 33 für Schüler und Azubis. Fahrräder generell kostenfrei.
www.vrn.de/fahrausweise/fahrkartenbestellen/artikel/03654
VRR und DB Regio sind die modernen Raubritter im bevölkerungsdichtesten Gebiet Europas! Und die Lokalpolitik hilft mit wo sie kann, weil sie daran teil haben.
05:35
Mehr Sicherheit?
Fahren die Kulturbereicherer etwa nicht méhr mit!!!!
Ist ja Super!!!!!!
03:44
wers glaubt der Lügt, wers nicht glaubt ist genauso Schlau... der DB und dem VRR darf man aus Erfahrung nicht mehr glauben..!
15:41
Unerwähnt bleibt in dem Artikel, dass sich die DB Regio NRW im Gegenzug den Betrieb der S-Bahn-Strecke bis 2023!!! garantieren läßt.
Hier wird also wieder mal im Rahmen der üblichen Kungelei und Mauschelei im Bereich des öffentlichen Regionalverkehrs der Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern ausgehebelt.
Der gut Herr Husmann weiss schon, welche Register bei den Lokalgranden gezogen werden müssen, die hinter dem VRR stehen.
Am Ende zahlt der Fahrgast die Zeche:
1. durch überhöhte Preise, resultierend aus der Vergabe von Bahnstrecken ohne Wettbewerb und Ausschreibung (hoffentlich schaut hier Brüssel mal genauer hin)
2. durch miese Dienstleistung der DB Regio NRW - denn von Kundenservice hatten doch nie ne Ahnung!
Insgesamt halte ich es für einen Skandal, dass das Unternehmen DB Regio NRW durch einen solchen Rentenvertrag noch für seine beschissenen Leistungen in den vergangenen Jahren auf ihren Strecken an Rhein und Ruhr belohnt werden soll!!!
10:44
...Nun ist das verabschiedete Eckpunktepapier ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur außergerichtlichen Einigung.
Oder anders ausgedrückt: Es ist nix passiert.....
der SAMMY