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Religion

Laschet weist Kruzifixverbot entschieden zurück

26.04.2010 | 16:53 Uhr
Laschet weist Kruzifixverbot entschieden zurück

Düsseldorf. NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hat die Forderung nach einem Kruzifixverbot in Schulen entschieden zurückgewiesen.

„Ich sage ganz klar: In den Schulen Nordrhein-Westfalens bleiben die Kreuze hängen”, sagte Laschet unserer Zeitung. Laschet reagierte damit auf den in der Union heftig kritisierten Vorstoß der muslimischen niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), christliche Symbole an staatlichen Schulen zu verbieten. „Christliche Symbole sind als Teil unserer Identität und Kultur ausdrücklich erlaubt und gehören in die Schulen”, sagte Laschet. Zwar begrüßt es der NRW-Minister, dass die CDU mit Aygül Özkan als erste Partei Deutschlands eine Muslima zur Ministerin macht. „Was die religiöse Neutralität angeht, habe ich in dieser einen Frage aber eine grundsätzlich andere Auffassung als Frau Özkan.”

"Eindeutig anderer Meinung"

Der nordrhein-westfaelische Familienminister Armin Laschet (CDU, l.) sitzt am Mittwoch (11.03.09) im Haus der Bundespresskonferenz in Berlin neben Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Betreuungssituation fuer Kleinkinder in Deutschland hat sich nach Darstellung von Ursula von der Leyen verbessert. Gleichzeitig machte die Ministerin deutlich, dass es noch eine staerkere Dynamik brauche, um die Wartelisten fuer einen Betreuungsplatz abzubauen. (zu ddp-Text) Foto: Steffi Loos/ddp

Laschet attackierte die SPD und Linksparte, die „die wahren Gegner des christlichen Bekenntnisses in den Schulen” seien. „Rot-Rot will die Kreuze aus den Klassenzimmern verbannen, was der Beifall des stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Wowereit zeigt.” Der Regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit hatte sich ausdrücklich vor Özkans Forderung gestellt. Dagegen ist CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe in der Frage des Kruzifix-Verbots in Schulen „eindeutig anderer Meinung” als die in der Türkei geborene Politikerin Özkan. Laschet erinnerte daran, dass die Linkspartei in NRW den Religionsunterricht abschaffen will. „Das ist die eigentliche Auseinandersetzung, vor der wir in Nordrhein-Westfalen stehen”, warnte Laschet.

Während in der Union massiver Widerstand gegen Özkans Vorstoß laut wurde, wünschen sich die Islam-Verbände mehr muslimische Minister. Der Vorsitzende des Ilamrates, Ali Kizilkaya, sieht Özkan als Botschafterin für die Muslime in Deutschland. Der Zentralrat der Muslime appellierte an die Bundesregierung, „sich dieses Beispiel zu Herzen zu nehmen”.

"Schule sollte neutraler Ort beleiben"

Die neue niedersächsische Sozialministerin Özkan will Kreuze nur an kirchlichen Schulen zulassen. „Die Schule sollte ein neutraler Ort sein”, drängte Özkan. Darum hätten auch Kopftücher „in Klassenzimmern nicht zu suchen”.

Wilfried Goebels



Kommentare
27.04.2010
12:11
Laschet weist Kruzifixverbot entschieden zurück
von trapper | #2

Zwei Fragen:
1. Seit wann ist Herr Laschet als Integrationsminister für die Schulen zuständig?
2. Herr Laschet hat einen Eid auf die Verfassung geleistet. Wie verträgt sich dieser Eid mit seinen der Verfassung entgegenstehenden Aussagen zum Aufhängen von Kruzifixen in Schulen?
Anders gefragt, wer gibt Herrn Laschet das Recht, nicht-christliche Kinder zum Unterricht unter das Kreuz zu zwingen?

27.04.2010
08:02
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Name von Moderation entfernt | #1

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