Land stellt Weichen für den Rhein-Ruhr-Express
31.03.2010 | 17:47 Uhr 2010-03-31T17:47:00+0200
Düsseldorf. Der 2,1 Milliarden Euro teure Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Köln und Dortmund nimmt Fahrt auf. Der erste Teilabschnitt bei Planung und Bau wird die Strecke Köln-Leverkusen.
Darauf haben sich Bund, Bahn AG und das Land verständigt. Nach Angaben von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ist der "Knoten für den RRX durchgeschlagen".
Anfang 2011 wird das Planfeststellungsverfahren abschnittweise in Köln-Leverkusen beginnen. Danach folgen die Strecken Dortmund-Bochum und Bochum-Essen. Frühestens Ende 2012 kann aus Sicht von DB-Chef Rüdiger Grube mit dem Bau begonnen werden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) betonte, dass der RRX Vorrang bei Baumaßnahmen erhalten soll.
15-Minuten-Takt
Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll im 15-Minuten-Takt mit schnellen Zügen auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund fahren. Weil der RRX parallel zu ICE und S-Bahn fahren soll, müssen zusätzliche Gleise verlegt werden. Später sieht das RRX-Konzept auch Verbindungen nach Münster, Aachen, Emmerich, Köln/Bonn-Flughafen, Minden und Koblenz vor. Hier trägt das Land die Planungskosten.
Für die Anbindung des RRX an den Dortmunder Hauptbahnhof stellt der Bund zusätzlich 48 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bahn will die Planungsarbeiten mit Hochdruck vorantreiben. SPD und Grüne zweifeln weiter daran, dass die Finanzierung des Rhein-Ruhr-Express gesichert ist. Ramsauer betonte aber, dass sich Bund und Bahn ausdrücklich zur Dringlichkeit des RRX bekennen. Bahn und Land unterzeichneten auch einen Vertrag über 680 Millionen Euro für den Umbau von Bahnhöfen und den Ausbau von Bahnstrecken.
Maßnahmenpaket
Das Maßnahmenpaket seiht unter anderem vor: Planfeststellungsverfahren für drittes Gleis Betuwe-Linie Ruhrgebiet-Rotterdam, RB 23 Bonn-Rheinbach-Euskirchen (Ausbau), Ausbau Münster - Coesfeld (Umbau Empfangsgebäude Münster), Ausbau Siegen - Hessen (neue Signalanlagen), Brilon-Wald - Brilon-Stadt (Reaktivierung für Personenverkehr, Kreuzungsbahnhof Bigge), Ausbau kleiner Bahnhöfe (Bonn-Regierungsviertel, Warendorf-Müssing, Brilon-Stadt), Ausbau S1 mit Erweiterung Köln Hbf und Ausbau Köln-Messe-Deutz und zweigleisiger Ausbau Köln-Delbrück und Bergisch-Gladbach, Ausbau der Hauptbahnhöfe Dortmund und Duisburg, Oberbergische Bahn (Zweigleisigkeit Gummersbach - Dieringhausen.
"Überall im Land wird sich die Qualität des Schienenverkehrs verbessern", versprach Ministerpräsident Rüttgers. Von den 680 Millionen Euro Investitionen für die Einzelmaßnahmen trägt das Land 300 Millionen Euro. Bundesverkehrsminister Ramsauer räumte einen hohen Nachholbedarf in NRW ein. Nach der Wiedervereinigung seien die Mittel überwiegend nach Ostdeutschland geflossen. Jetzt müsse im dichtest bevölkerten Bundesland nachgebessert werden. DB-Chef Grube sicherte Mittel zur Tunnelsanierung auf der Strecke Hagen-Siegen zu.

20:53
Ja ja so kurz vor den Wahlen will der rent a Rüttgers noch mal was erzählen...