Krise bremst den Durst auf Veltins
26.07.2009 | 10:10 Uhr 2009-07-26T10:10:00+0200
Meschede. Die Sauerländer Veltins-Brauerei hat für das erste Halbjahr 2009 ein Absatzminus von 6,5 Prozent zu verzeichnen. Denn in der Krise sparen die Verbraucher am Bier. Die Brauerei sieht sich dennoch gut aufgestellt, Entlassungen oder Kurzarbeit soll es nicht geben.
Die Verbraucher kaufen Neuwagen, sie kaufen Flachbildschirme - aber: In Zeiten der Wirtschaftskrise sparen sie am Bier. Das bekommt auch Veltins zu spüren. Die Brauerei meldet für das erste Halbjahr ein Absatzminus von 6,5 Prozent. Auch das bisherige Erfolgsrezept Biermix schwächelt.
Den Einbruch erwartet
Der Generalbevollmächtigte Michael Huber bleibt dennoch gelassen: „Es ist keine Katastrophe für uns, wir waren darauf vorbereitet.” Intern hatte Veltins weitaus schlechtere Zahlen für möglich gehalten. Huber sieht die Privatbrauerei „stabil und ordentlich” aufgestellt. Ein Familienunternehmen wie Veltins habe bessere Chancen die Wirtschaftskrise zu überstehen als große Betriebe. „Für uns sind die Risiken kalkulierbar, wir gehen besonnen mit der Lage um”, sagte er. Entlassungen oder Kurzarbeit schloss Huber aus. Für einige andere Unternehmen in der Branche sagt der Manager dagegen eine „Rosskur” voraus.
Auch wenn sich die Wirtschaft belebt, rechnet der Generalbevollmächtigte bis 2011 mit rückläufigen Zahlen auf dem Biermarkt: „Das Niveau der Vorjahre wird keinesfalls gehalten werden.” Huber sprach von „Konsum-Unlust”. Neben der Wirtschaftskrise haben zwei weitere Faktoren die Brauerei belastet: Das Rauchverbot in Gaststätten hat Veltins zufolge zu weniger Umsatz in der traditionellen Gastronomie geführt. Und: Das Wetter spielt für die Brauer zunehmend eine Rolle. In sonnigen Monaten wie dem April steigt der Umsatz rapide an, in regnerischen Monaten fällt er deutlich.
Auch Biermix im Minus
Auch der Biermix „V+”, bisher Wachstumsbringer, ist erstmals mit 8,8 Prozent deutlich im Minus. Die Trends in dem Bereich werden nach Angaben von Veltins kurzlebiger. Die Brauerei prüft nach Worten von Marketing-Chef Volker Kuhl einzelne Geschmackssorten auszusortieren. Zugleich kündigte er ein „neues innovatives Produkt” an, nannte aber keine Details.
Gleichzeitig plant Veltins eine „behutsamen Verjüngung der Marke”. Dazu gehören die neuen Bierkästen im Porsche-Design und eine neue Design-Flasche, die von August an in den Metropolen auf den Markt kommen soll. Die bewährte Sauerländer Steinie-Flasche bleibt wie gewohnt erhalten.
Die Wirtschaftskrise hat für den Biertrinker aber auch eine gute Seite: Preiserhöhungen schließt Veltins für dieses und nächstes Jahr aus.

20:50
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11:30
Mag sein, die neuerliche Prreiserhöhung um bis zu 20% wirkt da mit.
Jeder, der Flaschenbier in den hiesigen Getränkeshops kauft, kann es ausrechnen.
Wenn also nach Umsatzminus (ich gehe da von Menge und nicht von Geld aus) nur noch 13% Geinnerhöhung überbleiben,
bleibt nur noch die Vollzeitstellen in 400 Euro-Jobs umzuwandeln.
07:43
Knallt nicht genug....
17:37
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16:41
Alkohol ist schlecht, sagt der Prophet.
15:49
„neues innovatives Produkt”
V+ Injection ...im Filzstift-Look, für die Zeit zwischen den Pausen.
14:54
@Zugreifer:
Ordografi is drivial. Die Redakteure dieses Portals gehen doch mit bestem Beispiel voran. Da sollte man Herrn Busch keine Vorhaltungen machen.