Kreis Olpe: Eltern von Kleinkindern auf sich gestellt
29.04.2009 | 17:36 Uhr 2009-04-29T17:36:00+0200Wiesbaden/Olpe. Olpe liegt ganz hinten. Jedenfalls dann, wenn man die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die Betreuung der unter Dreijährigen betrachtet. Da erreicht der Kreis Olpe gerade einmal 3,3 Prozent.
Bundesweit ganz weit vorne bei der Tagesbetreuung liegen dagegen die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt. Die höchste Betreuungsquote weist dort zum Stichtag 15. März 2008 der Kreis Jerichower-Land auf.
„Im Herbst 2008 hat der Kreis Olpe eine Umfrage bei Eltern von unter dreijährigen Kindern durchgeführt”, erklärt Hubert Welzel, Fachdienstleiter finanzielle Jugendhilfe des Kreises Olpe. Auf Basis dieser Umfrage plant der Kreis Olpe bis zum Jahr 2013 eine Versorgung von 32 Prozent. „Der Ausbauplan für die Betreuung soll mit Umwandlung bereits vorhandener Kindergartenplätze und der Erweiterung angegangen werden”, so Welzel weiter.
Sprunghafter Anstieg
Zu einem sprunghaften Anstieg der Versorgungszahl auf 10,58 Prozent kam es bereits im August 2008. „Wenn die älteren Kinder in die Schule kommen, rücken auch viele unter Dreijährige nach”, sagt der Fachdienstleiter. Demnach werden von den 3714 unter Dreijährigen statt der bisherigen 123 Kinder inzwischen 393 Mädchen und Jungen betreut. Von diesen Kindern besuchen 342 eine Kindertagesstätte und 51 sind in der Kindertagespflege. Aber diesen Anstieg der Zahlen haben auch alle anderen Kreise und kreisfreien Städte zu verzeichnen.
Versorgung niedrig
Im Märkischen Kreis gab es zum Zeitpunkt der Datenerhebung am 15. März 2008 11 183 Kinder unter drei Jahren. Von denen wurden insgesamt 639 Mädchen und Jungen in Tageseinrichtungen betreut, also 5,7 Prozent. Zur gleichen Zeit wurden im Hochsauerlandkreis von den 7033 Kindern 587 betreut, also 8,3 Prozent.
11,5 Prozent der unter Dreijährigen wurden im gleichen Zeitraum im Kreis Soest in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut, also von 7997 Kinder 917. Der Kreis Siegen-Wittgenstein liegt mit 7,4 Prozent ebenso im unteren Bereich wie die kreisfreie Stadt Hagen mit 7,3 Prozent. In Siegen-Wittgenstein werden 509 von 6918 unter Dreijährigen betreut und in Hagen 347 von 4735 Mädchen und Jungen. Zum Vergleich, zu den führenden Städte in NRW gehört Münster mit 18,3 Prozent.

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HIer sind die Ursachen für spätere Jugendkriminalität doch aufgezeigt, nicht bei den polemischen Demagogen, die jedes Übel im Migranten an sich sehen.