Keine gute Figur
07.12.2009 | 20:25 Uhr 2009-12-07T20:25:00+0100Generalsekretär Wüst wird zur Belastung.
Generalsekretäre sollen Strategien für Siege entwickeln und die Partei beim Wähler gut aussehen lassen. CDU-General Hendrik Wüst aber wird für die Union in NRW zunehmend zur Belastung. Er macht in der „Gehaltsaffäre” keine gute Figur.
Bis heute zieht sich Wüst auf die Position zurück, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er zu hohe Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung kassierte. Ein Argument mit Schwächen: Einerseits ist Wüst als Jurist mit Gesetzen und Vorlagen bestens vertraut. Außerdem wurde der General noch im Januar 2009 ausdrücklich auf die Pflicht hingewiesen, externe Zuschüsse zur Versicherung auszuweisen.
Es geht nicht um eine Neidkampagne, weil Wüst bereits in jungen Jahren 18 000 Euro im Monat verdient. Aber der „Schwarze Sheriff” hat die moralische Messlatte sehr hoch gelegt und harte Strafen für Gesetzesbrecher verlangt. Nun steht er selbst am Pranger als jemand, der unberechtigt Zuschüsse kassiert hat.

10:12
Als bisheriger CDU-Wähler bedaure ich sehr, dass die Partei offensichtlich nicht die Kraft aufbringt, die Generalsekretärs-Affäre zu bereinigen und sich von Wüstilanti zu trennen. So wird sie denn in einen schweren Landtagswahlkampf mit einem unglaubwürdigen und angeschlagenen Generalsekretär gehen müssen.