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Jugendpolitik

Jugendliche Experten beraten NRW-Minister

23.10.2009 | 18:45 Uhr

Düsseldorf. Politik nicht nur für, sondern auch von Jugendlichen wünscht sich Jugendminister Armin Laschet (CDU). Deshalb umgibt er sich künftig mit einem „jugendlichen Expertenrat”.

17 junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren hat Laschet berufen, ihm künftig in Fragen der Jugendpolitik zur Seite zu stehen. „Ich möchte mich von Experten beraten lassen, die wissen, worauf es der Jugend ankommt”, sagte Laschet gestern am Rande des ersten konstruktiven Gesprächs mit seinen neuen Beratern in Essen.

Die jungen Leute sind allesamt Redakteure des Projekts „yougle!”. Das ist Teil des 2008 zwischen der Landesregierung und den Dachverbänden der Jugendorganisationen geschlossenen „Paktes mit der Jugend”. Im Pakt der Jugend sind fast 270 Verbände, Trägergruppen und Initiativen vereint, die sich auf gemeinsame Ziele und Schwerpunkte der Jugendarbeit verständigt haben. Mit dem Abkommen erklärte das Land, jährlich mehr als 80 Millionen Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen — fünf Millionen Euro mehr als in den Vorjahren.

Vorstellungen und Wünsche

Das Projekt „Yougle” läuft in Trägerschaft des Jugendfilmclub-Medienzentrums in Köln. Ein Redaktionsteam aus den unterschiedlichsten Bereichen der Jugendarbeit und allen Regionen Nordrhein-westfalens baut ein Internetportal von Jugendlichen für Jugendliche auf, das als Informations- und Kommunikationsplattform dienen soll.

Abenteuer Jugendarbeit

17 dieser Redakteure unterstützen nun Jugendminister Laschet. Bereits als der Pakt mit der Jugend 2007 angeregt wurde, wies Laschet auf die zahlreichen Herausforderungen hin, vor denen die Kinder- und Jugendpolitik in NRW stehe — von Fragen einer sinnvollen Bildungsförderung bis zu einer integrationspoltischen Öffnung der Jugendarbeit. „In der Jugendpolitik brauchen wir nicht nur Experten, die sich zielsicher auf die Rente zubewegen, sondern auch Experten in eigener Sache”, so der Minister gestern. Die Jugendlichen sollen im Gespräch mit dem Politiker ihre Vorstellungen, Sorgen und Wünsche äußern, um eine zielgerichtete Jugendarbeit zu ermöglichen.

Sabine Herzberg

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