In den Papierkorb
17.08.2008 | 19:47 Uhr 2008-08-17T19:47:08+0200Also, nur damit wir das richtig verstehen: Etwa 10 000 über einen langen Zeitraum arbeitslose Menschen lassen sich insgesamt 160 Stunden lang unterrichten, machen einige Praktika und sind dann befähigt, Pflegedienste zu leisten. ...
... Das heißt, sie werden mit der Pflege von Demenzkranken und Alzheimerpatienten betraut.
Werden so zwei Probleme gleichzeitig gelöst? Die Arbeitslosigkeit sinkt und die Pflegesituation wird verbessert? Sicher ist jede seriöse Überlegung zur Lösung dieser Probleme ehrenwert, nicht aber solche Überlegungsergebnisse, wie sie jetzt die Bundesagentur für Arbeit öffentlich gemacht hat. Die Pflege von Demenzkranken ist nun einmal schwere Arbeit. Sie darf nicht kurzgeschulten Amateuren übertragen werden, die, wenn sie die Aufgabe denn tatsächlich ernst nähmen, ganz schnell an ihre körperlichen und seelischen Grenzen kämen. Und wie kurz würde es dauern, bis die ersten Berichte über Übergriffe auftauchten? Also ab in den Papierkorb mit den Plänen, ganz schnell.

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