Im Schneckentempo auf der Autobahn
13.11.2007 | 17:48 Uhr 2007-11-13T17:48:00+0100
Hagen. Stoßstange an Stoßstange und das Ganze im Stillstand. Wenn sich der Verkehr auf den Autobahnen kilometerweit staut, dann liegt eine Überlegung besonders nahe: Es muss November sein.
Und das sozusagen mit Tradition. Denn der November ist neben dem Mai der verkehrsreichste Monat des Jahres. „Es wird nur wenig Urlaub genommen. Viele sind beruflich bis Ende des Jahres stark eingebunden”, sagt Stauforscher Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Bis zu zehn Prozent mehr Autos rollen daher zu den Stoßzeiten in dem Herbstmonat über die Straßen. Das führt zu einem „geringeren Durchsatz”, wie der Verkehrsexperte erklärt. So dauert es zu den Stoßzeiten oft eine Stunde länger, bis der Verkehr abgeflossen ist.
Und das trübe Novemberwetter ist dabei alles andere als hilfreich: Die Dämmerung setzt bereits am Nachmittag ein, nasses Laub und Regen erschweren das Fahren zusätzlich. Viele Menschen verhalten sich dann am Steuer vorsichtig, sogar „übervorsichtig”, sagt der Stauforscher. Größere Abstände zum Vordermann, verfrühtes Bremsen und schon ist der da - der Stau.
Wie Michael Schreckenberg den bevorstehenden Streik der Lokführer aus Sicht Stau-Experten-Sicht bewertet, lesen Sie in der gedruckten WP-Ausgabe vom 14. November.

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