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01.12.2009 | 04:00 Uhr

Immer mehr Städte denken über eine Rückkehr an den Energiemarkt nach und wollen die Strom- und Gasnetze in die eigene Hand bringen. Kommunale Haushalte und Verbraucher sollen profitieren. Die Zeiten für die sogenannte Rekommunalisierung stehen günstig: In den nächsten zwei Jahren laufen dem Verband kommunaler Unternehmen zufolge mehr als 2000 der deutschlandweit 20 000 Konzessionen aus. Sie entscheiden darüber, wer die lokalen Netze als Betreiber übernimmt und wer die Netznutzungentgelte für die Durchleitung von Gas und Strom kassiert. Von einer Massenerscheinung sprechen Kommunalexperten zwar noch nicht, Beispiele finden sich aber quer durch die Republik - auch in der Region. Meschede, Olsberg und Bestwig haben im Mai zusammen mit den Stadtwerken Lippstadt die Hochsauerlandenergie GmbH gegründet und verkaufen seit Oktober Strom. Die Übernahme der Netze soll folgen. Die Kommunen sehen sich als zusätzlicher Wettbewerber und wollen die Energiekonzerne vor Ort unter Druck setzen. Arbeitsplätze sollen in der Region bleiben, öffentliche Einrichtungen über die Gewinnabführung der Unternehmen finanziert werden. Vor allem aber wollen die Städte ein Mittel in der Hand haben, um erneuerbare Energien unabhängig von den Entscheidungen der privaten Versorger in die Netze einzuspeisen.

Von Tobias Patzkowsky

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