Gericht entscheidet über Ostdeutsche als Volksstamm
15.04.2010 | 07:00 Uhr 2010-04-15T07:00:00+0200Stuttgart. Ostdeutsche könnten mit dem heutigen Tage als selbstständige Ethnie gelten. Hat die Klage einer 49-Jährigen, die aus Ostdeutschland stammt, Erfolg vor dem Arbeitsgericht, dann könnten sich Bürger der ehemaligen DDR in die Reihe von Schwaben oder Bayern einreihen.
Reiht sich der Ostdeutsche bald als neuer Volksstamm in die Reihe der Bayern, Schwaben und Ostfriesen ein? Nach der Argumentation von Rechtsanwalt Wolfgang Nau aus Kirchheim besitzen Menschen aus den neuen Bundesländern jedenfalls eine selbstständige Identität und eine eigene Sprache. Mit dieser Argumentation möchte der Anwalt in die heutige Verhandlung vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht gehen. Seiner Auffassung nach wurde seine Mandantin durch ihren Arbeitgeber wegen ihrer ostdeutschen Herkunft diskriminiert. Die 49-Jährige hatte sich bei einem Unternehmen als Buchhalterin beworben. Die Bewerbungsunterlagen erhielt sie zurück mit den Vermerken „Ossi” und „DDR”.
Eigene Gebräuche und Sitten
Die Panne der Personalabteilung schreibt jetzt Justiz-Geschichte. Zum ersten Mal muss ein deutsches Arbeitsgericht darüber entscheiden, ob es sich bei Ostdeutschen um eine Ethnie handelt. Vor diesem Hintergrund könnte das Gleichbehandlungsgesetz zum Zuge kommen, wonach im Berufsleben eine Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft unzulässig ist. Der Rechtsanwalt der aus Ostdeutschland stammenden Frau vertritt die Auffassung, dass es sich bei Thüringern, Sachsen und den übrigen Einwohnern der ehemaligen DDR um eine Ethnie (Stamm) handelt. Das könne man auch an weiteren Kriterien festmachen. Etwa an einem ehemaligen gemeinsamen Territorium, Gebräuchen und Sitten. „Man denke nur an die Jugendweihe”, sagt Nau.
Ostdeutsche als Volksgruppe
Ziel des Anwalts ist es, dadurch Entschädigungszahlungen für seine Mandantin zu erreichen. Eine außergerichtliche Einigung war zuvor gescheitert. Unterdessen hat die Verhandlung ein großes Interesse bei Justizvertretern und Medien ausgelöst. Der Gerichtssaal droht heute aus allen Nähten zu platzen. „30 Journalisten haben sich bislang angemeldet”, berichtet Gerichtssprecherin Ursula Masuhr. Insgesamt stünden 50 Sitzplätze zur Verfügung.
Falls das Gericht der Argumentation des Anwalts folgt, dann bilden Ostdeutsche ab heute eine eigene Volksgruppe. Da das Urteil jedoch nicht bindend ist und eine Revision wahrscheinlich wäre, dürften sich Menschen aus den neuen Bundesländern allerdings nicht allein auf dieses Urteil stützen, falls sie sich diskriminiert fühlen. Dafür müsste der Richterspruch noch mehrere Instanzen überstehen.

14:33
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20:40
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20:39
Vielleicht wäre uns auch eine ganze Menge Wessi - Arroganz erspart geblieben.........wer weiß das schon. Wäre, hätte, könnte - ist jetzt eh zu spät.
Dank an den Leser. Ich hoffe auch auf euch junge Leute. Wenn schon unsere Generation nicht objektiv sein kann, sollten wir wenigstens Euch die Chance auf eine vorurteilsfreie Zukunft geben können. Da höffe ich echt, dass auf Euch Verlass ist.
20:13
die ewig gestrigen hier !!! Ich bin Mitte 20 und kann nur den Kopf schütteln vor soviel verbohrtheit mancher Leute hier. Ihr versteckt Euch doch nur mit solchen Aussagen hinter Euren eigenen schwächen... schon traurig ... aber auch ihr werdet irgendwann unter der Erde liegen und keiner wird sich Eure Meinung mehr anhören müssen... Auf die junge Generation wird verlaß sein ...
19:49
#3 sixA:
Wir haben Euch nicht gekauft. Inzwischen müßten Sie doch auch gemerkt haben, dass die, die hier gewählt werden nach der Wahl machen , was sie wollen. Und das hat unser Helmutle nun mal getan.
Ich denke, wenn es die Mauer noch gäbe, wären uns einige Machenschaften, die mich an die Stasi erinnern in unserem Land erspart geblienen.
Und, ei gugge ma da, vielleicht hätte die klagefreudige Dame doch lieber noch eine Bewerbung geschrieben statt eines Klagebriefes. Aber so sind sie eben.....
14:51
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14:48
Sorry, natürlich nach 21 Jahren.
14:47
Schon traurig, dass es 20 Jahre nach Öffnung der Mauer in vielen Köpfen immer noch die Ossi-Wessi-Trennung gibt. Idioten gab und gibt es doch auf beiden Seiten der nicht mehr vorhandenen Mauer.
14:39
Da war wohl eine Dame frustriert und wollte schnell damit ans Fernsehen, um möglichst viel Geld aus dieser Sitaution zu ziehen und ihre 15 Minuten Ruhm zu erhalten. Wenn ein Chef sie nicht anstellen will, wird es immer Gründe geben, da utzt auch klagen nichts.
13:09
WIR haben das Klotz am Bein im Osten auf keinen Fall gekauft. Vielleicht haben wir euch dabei untersützt, euern Hühnerkäfig aufzubrechen, dass wir euch aber auch den Hühnermist rauskehren mussten, konnte niemand ahnen...wenigstens das hättet ihr selbst hinkriegen können...