Fußballer Manno warnt: „Daran hängen Existenzen”
24.11.2009 | 16:45 Uhr 2009-11-24T16:45:00+0100
Hagen. Der Hagener Fußballer Gaetano Manno, seit Saisonbeginn beim Zweitligisten SC Paderborn unter Vertrag, spielte in den beiden vergangenen Jahren für den VfL Osnabrück, der im Rahmen des Wettskandals an Manipulationen beteiligt gewesen sein soll.
Hallo Gaetano Manno, wie geht's?
Gaetano Manno: Geht so. In Ahlen (0:0, Anm. d. Red.) hätte ich das Spiel am Freitag entscheiden können, habe aber in der 50. Minute, als ich die Chance hatte, das Tor nicht gemacht. Und die Stimmung war insgesamt gedrückt, wegen des Wettskandals, der gerade bekannt geworden war. Alle haben darüber geredet.
Der VfL Osnabrück steht in Verdacht, mit zwei Spielen daran beteiligt gewesen zu sein. Also der Verein, für den Sie in den vergangenen beiden Spielzeiten gespielt haben. Haben Sie das zu spüren bekommen?
Manno: Ja. Nach dem Spiel in Ahlen hat sich von den Fernsehreportern keiner für die abgelaufene Partie interessiert, die wollten alle nur von mir etwas zu Osnabrück und dem Wettskandal hören.
Was konnten Sie denn erzählen?
Manno: Dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die Beschuldigungen gegen Thomas Reichenberger, Thomas Cichon und Marcel Schuon stimmen. Ich kenne alle drei sehr gut. Reichenberger war unser Kapitän in Osnabrück, Schuon mein Zimmernachbar bei Auswärtsspielen und mit Cichon bin ich oft im ICE nach Spielen zurückgefahren. Dass sie an Manipulationen beteiligt gewesen sein sollen, ist für mich unvorstellbar.
Warum?
Manno: Wie ich gelesen habe, soll es um Summen zwischen 5000 und 25 000 Euro gehen. Thomas Cichon hat viele Jahre in der 1. Bundesliga gespielt, er hat sein Geld unter anderem in Immobilien angelegt. Thomas Reichenberger ist in Osnabrück eine Kultfigur, er kann nach seiner aktiven Zeit von einer Anschlussbeschäftigung im Klub ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Leute für vergleichsweise überschaubare Beträge ihre Zukunft aufs Spiel setzen.
Sind Sie selbst einmal von irgendeiner Seite auf mögliche Spielmanipulationen angesprochen worden oder kennen Sie Kollegen, die Ihnen von derartigen Kontaktversuchen erzählt haben?
Manno: Nein. Für mich ist es auch undenkbar, so etwas zu tun. Wenn am Fall Osnabrück etwas dran sein sollte, so sind wir ja vielleicht nur deshalb aus der zweiten Liga abgestiegen. Uns fehlte ein Sieg zum Klassenerhalt. Daran hängen Existenzen. Damals übrigens auch meine eigene. Ich hatte dann das Glück, dass ich beim Zweitliga-Aufsteiger Paderborn untergekommen bin. Aber ich hätte nach einem Jahr mit zwei Verletzungen und wenigen Einsätzen auch ein Fall für das Arbeitsamt werden können.
Es geht bei den Manipulationsvorwürfen um eine 0:3-Niederlage Ihres damaligen Vereins in Augsburg und ein 0:2 in Nürnberg. Haben Sie in diesen Partien mitgewirkt?
Manno: Nein, ich habe jeweils verletzt gefehlt. Beim Spiel in Nürnberg war ich aber im Stadion, weil es für uns damals ein ganz wichtiges im Abstiegskampf war. Wenn es um Manipulation geht, dann muss man aber auch mal die Frage nach dem Schiedsrichter stellen. Wir haben in Augsburg beim Stand von 0:2 einen Elfmeter nicht bekommen und direkt im Gegenzug das 0:3 kassiert.
Auf das 0:3 in Augsburg sollen hohe Wetteinsätze getätigt worden sein.
Manno: Ich kann nur das sagen, was ich mittlerweile gelesen habe. In diesem Fall soll ein Mann aus dem Raum Osnabrück, der zu Wettanbietern des südostasiatischen Marktes Kontakt hat, 150 000 Euro auf eine Osnabrücker Niederlage mit drei Toren Unterschied gesetzt haben. Bei einer Quote von 1:10. Nach unserem 0:3 hatte er demnach 1,5 Millionen Euro.
Was glauben Sie, wie die Geschichte weitergeht?
Manno: Es muss alles untersucht werden, was momentan ja geschieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Spieler, mit denen ich befreundet war, das gemacht haben, was ihnen vorgeworfen wird. Wenn sich ihre Unschuld herausstellt, sollten sie Strafanzeige gegen diejenigen stellen, die sie beschuldigt und damit Rufschädigung betrieben haben. Falls sie es doch getan haben, wäre ich tief enttäuscht. Dann hätten sie etwas gemacht, was ich nicht verstehen kann.
Mit Gaetano Manno sprach Rainer Hofeditz.

00:20
ja habe ja nur geschrieben das er sich dort aufhielt und mehr auch nicht!!!!!!!habe nicht behauptet das er hohe einsätze getätigt hat oder ähnliches in der art!!!und schätze mal nicht das herr g.manno so doof wäre in einem wettbüro wo man ihn kennt sowas zu tun!!hagen ist klein und das würde sich sofort rumsprechen,ok hätte mein beitrag anders formulieren müssen,m und m da haben sie vollkommen recht was herr manno tut und macht ist ihm selbüberlassen!!war kein angriff oder urteil an herr manno
12:49
@hageninside
ich glaube, du hast nicht so recht verstanden, worum es hier geht! selbst wenn sich gaeta 24 stunden am tag und 7 tage die woche im wettbüro aufhalten würde, so hätte das NICHTS mit manipuliertem wettbetrug zu tun.
oder was genau ist verwerflich daran???
auf die antwort bin ich mal gespannt!
09:29
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20:39
Fußballer Manno warnt: „Daran hängen Existenzen”
dann frage ich mich warum ein g.manno selbst in wettbüros sich aufhältbzw aufhielt??????ich möchte hier kein gerücht oder eine lüge verbreiten aber ich habe ihn persönlich im wettbüro in oberhagen gesehen.und das war auch letze saison.ob er selbst gespielt hat odernicht kann ich nict urteilen aber er hielt sich dort auf!!!!!!!!!
18:52
u´nd wie wars mit dem bvb spiel 12:0 in gladblach hat es da schon angefangen ????????????
11:05
Man soll doch nicht so tun als wenn man von nichts wüste das im Fußball spiele verschoben werden das ist doch seit Schalker zeiten so tts
11:00
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10:28
@von holmark
hatten sie mit ihrem beitrag das ziel irgendeine inhaltlich ernstzunehmende aussage zu treffen oder wollten sie einfach nur unter beweis stellen, das wort totschlagargument auswendig gelernt zu haben?
20:08
@von holmark
das ist wohl ein Missverständnis, der Sportler Manno hat darauf hingewiesen, das Sportler die manipulieren Arbeitsplätze gefährden. Das kann man nur unterstreichen. Er ist ausserdem daran interessiert, dasss die Geschichte geklärt wird. Ich hoffe nur, dass er es ernst meint. Aber davon gehe ich zunächst mal aus.
16:42
Der Hinweis auf Existenzen und anderswo Arbeitsplätze ist ein beliebtes Totschlagsargument, um alle Ansätze zum besseren im Keim zu ersticken.
Mit diesem Argument könnte man auch die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts aufheben, damit die Arbeitsplätze der Notärzte, Sanitäter und evt. Bestatter erhalten bleiben...