Friedensangebot
15.11.2009 | 19:59 Uhr 2009-11-15T19:59:00+0100Die Opel-Mutter General Motors hat sich in guten wie in schlechten Zeiten eine Struktur geleistet, die mehr an die Machtentfaltung des Römischen Reiches erinnerte, als an modernen Autovertrieb.
An den Schaltzentralen im Ausland saßen getreue GM-Statthalter. Ihnen ging es nur um ihr eigenes Fortkommen nach der Rückkehr in die Detroiter Zentrale, nicht um den Markt des jeweiligen Landes. Sie bemühten sich auch gar nicht darum. Opel-Modellpolitik wurde in den USA gemacht - nach Interessenlage.
Die verfehlte Modellpolitik für GM trieb den Konzern in die Pleite und die nicht mehr vermittelbaren Wendungen beim Opel-Verkauf die Beschäftigten auf die Barrikaden. Das kann sich GM aber nicht leisten - der Sanierungsbeitrag der Mitarbeiter wird gebraucht. Die Verlagerung der Zuständigkeit für Opel von Zürich nach Rüsselsheim - mehr ist noch nicht klar - ist daher ein Friedensangebot, das den Wunsch der Opelaner nach Eigenständigkeit bedienen soll. Ob der neue starke GM-Mann in Rüsselsheim diese auch gewährt, steht noch nicht fest.

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