Festnahme nach Handtaschenraub in Iserlohner Innenstadt
04.11.2009 | 18:20 Uhr 2009-11-04T18:20:00+0100
Iserlohn. Es dauert nur Sekunden: In der Iserlohner Innestadt wird am 5. Dezember 2008 um 14.10 Uhr eine 28-jährige Frau überfallen.
Ein junger Mann entreißt ihr die Handtasche, in der ein fünfstelliger Geldbetrag steckt. Der Mann sprintet zu einem BMW, der in der Nähe mit laufendem Motor wartet. Der 40- bis 50 Jahre alte Fahrer gibt Gas und braust davon. Wenig später wird die Edelkarosse aus der 7er-Reihe in der Immermannstraße gefunden.
Betrüger
Die gute Nachricht: Die Handtaschenräuber, die einer bundesweit agierenden Betrügerbande angehören, stehen momentan in Neuwied vor Gericht. Die schlechte Nachricht: Das Geld ist immer noch verschwunden.
Anruf
Doch der Reihe nach. Bei den Ermittlungen der Iserlohner Kripo stellt sich heraus, dass die 28-Jährige ihren hochwertigen Pkw im Internet zum Verkauf angeboten hat. Die Iserlohnerin erhält einen Anruf. Ihr wird ein Tauschgeschäft angeboten: Ihr Auto im Wechsel gegen ein besseres Gefährt, plus ein fünfstelliger Geldbetrag. Die Frau stimmt zu. Man verabredet sich für den nächsten Tag.
Masche
Die Täter beobachten, wie die 28-Jährige das Geld abhebt und schlagen wenige Minuten später zu (siehe oben). „Es ist immer dieselbe Masche, nach der sie arbeiten”, stellt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis fest.
Kooperation
In Kooperation mit dem Landes- und dem Bundeskriminalamt kommt die Kripo Iserlohn den Betrügern und Räubern schnell auf die Schliche. Die neunköpfige Bande - die Mitglieder sind zwischen 17 und 37 Jahren alt - finanziert ihren gehobenen Lebensstil mit „noblen Verbrechen” unter wechselnden Namen als Anbieter oder Käufer von Immobilien, Luxusgütern, Nobelkarossen oder dem Anlegen von Schwarzgeld. Die Opfer schildern die Täter als „charmante Plauderer mit galanten Umgangsformen”.
Geldgier
Die bundesweiten Ermittlungen führen in Neuwied zum Erfolg. Die eleganten Gauner werden festgenommen. Neben langen Haftstrafen wartet auf die Täter ein Ehrengericht der Roma. Die Richterin kritisiert auch die Opfer: „Es ist Gier. Sie wollen das schnelle Geld machen.”

23:38
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18:19
@enrico palazzo:
oder berufstöchter?
10:49
Wieviele 28-jährige Mädels besitzen einen hochwertigen Pkw und verfügen über einen 5-stelligen Geldbetrag, den sie einfach so kurzfristig vom Girokonto bei der Bank abheben können? Rotlichtmileu?
08:41
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08:11
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23:37
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23:11
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20:06
....Die Richterin kritisiert auch die Opfer: „Es ist Gier. Sie wollen das schnelle Geld machen.”
Was ist daran verwerflich?
Weiß die sehr hochverehrte Frau Richterin nicht, daß so unsere Gesellschaft funktioniert?