FDP-Landeschef Pinkwart: „Rot-Rot-Grün plant Aus für Gymnasien”
13.03.2010 | 05:00 Uhr 2010-03-13T05:00:00+0100
Siegen. (goe) FDP-Landeschef Andreas Pinkwart will auf dem Landesparteitag in Siegen die Weichen für eine regionale Mittelschule stellen.
Frage: Die Landtagswahl wird wieder spannend. CDU und FDP haben an Boden verloren. Mit welcher Perspektive gehen Sie in die Wahl?
Pinkwart: Wir arbeiten hart daran, die Aufstiegspolitik für Nordrhein-Westfalen fortzusetzen. Für bessere Bildung und mehr Arbeitsplätze. Dafür brauchen wir ein zweistelliges Ergebnis.
Frage: Skandale und Affäre bestimmen die öffentliche Debatte. Wird es nicht Zeit, dass wieder über Inhalte und politische Alternativen diskutiert wird? Pinkwart: Die Opposition kann trotz aller Ablenkungsmanöver nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie für eine Politik steht, die die Menschen in unserem Land über lange Zeit ärmer gemacht hat. Dies würde durch eine Koalition mit der Linken noch verschärft, die sich SPD wie Grüne offen halten, wie die heutige Landtagsdebatte erneut gezeigt hat.
Frage: FDP-Chef Westerwelle und SPD-Landeschefin Kraft haben eine neue Hartz-Debatte angestoßen. Eignet sich das Thema in aufgeheizten Wahlkampfzeiten?
Pinkwart: Politik hat sich mit den Dingen zu beschäftigen, die für die Menschen von Bedeutung sind. Es ist gut, wenn wir in unserem Land nicht nur darüber sprechen, wie wir das Geld der Bürger verteilen, sondern wie wir es zunächst erwirtschaften. Frau Kraft hat uns des Rechtspopulismus bezichtigt, um jetzt zu erklären, dass viele Arbeitslose überhaupt keine Chance mehr auf dem normalen Arbeitsmarkt hätten. Eine solche Haltung finde ich schäbig. Wir wollen hingegen, dass sich für mehr Menschen reguläre Arbeit wieder lohnt. Hierzu setzen wir auf das Bürgergeld, das ist eine Art Steuergutschrift, mit der alle Transferleistungen gebündelt werden können.
Frage: Beunruhigt Sie das Werben der Grünen um die CDU? Erwarten Sie eine klare Positionierung der Union in NRW? Pinkwart: Als Wahlkämpfer registriere ich das mit Gelassenheit, als Bürger dieses Landes aber mit Sorge. Denn wer von Schwarz-Grün träumt, wird mit Rot-Rot-Grün aufwachen. Dann geht hier im Land nichts mehr - weder in den Bereichen Infrastruktur und Industrieansiedlung noch bei der Energiewirtschaft und der Technologiepolitik. Mit den Grünen fährt der Zukunftszug an unserem Land vorbei. Wer Grün wählt erlebt keinen „Green New Deal”, sondern sein blaues Wunder.
Frage: Alle Parteien versprechen Reformen in der Bildungspolitik. Hat die FDP eigene Pläne? Sind Hauptschule und Gymnasium in Gefahr?
Pinkwart: Bei Rot-Rot-Grün ist die Schulvielfalt in der Tat in Gefahr. SPD, Grüne wie Linke fordern bis zur 10. Klasse die Einheitsschule. Das käme dem Aus für alle Gymnasien gleich und würde unserem Wissenschaftssystem das Fundament zerschlagen. Die FDP will dagegen dem Schulträger die Freiheit geben, unter dem Dach einer Mittelschule Haupt-, Real- und Gesamtschulen zusammenzuführen. Damit bekämen wir neben starken Gymnasien eine zweite Säule beruflich orientierter weiterführender Schulen mit der Perspektive für die Schüler auch auf diesem Weg die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife zu erlangen.
Mit dem FDP-Landesvorsitzenden Andreas Pinkwart sprach Wilfried Goebels.

11:33
Man kann die Kinder nunmal nicht gleichmachen. Wir sind nicht alle gleich begabt, gleich intelligent, und es wäre schon gleich garnicht gut, wenn wir das ERZWINGEN wollen, bloß weil wir das gerne - in einem Anfall von sozialer Romantik - so hätten.
Akzeptiert die Unterschiedlichkeit der Menschen. Durch 10 Jahre zusammen lernen werden die Ergebnisse nicht besser, sondern nur durchschnittlicher.
Das was Pinkwart sagt stimmt also absolut - es wird eine Einheitsschule gefordert, schöngeredet und unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit verkauft. Haltet die Leute doch nicht für so blöd, dass die eure Gleichmachungsideologie nicht verstehen!
Grüße,
ein JuLi
14:50
Schwachsinn! Schwachsinn...
Die SPD und Die Grünen wollen eine Gemeinschaftsschule für längeres Lernen entwickeln, die mit Zustimmung der Kommune, der Schulleitung und der Bezirksvertretung in dem jeweiligen Stadtteil eröffnet werden. Das heißt: Die Gemeinschaftsschule ist nicht verpflichtend. In ländlichen Teilen oder Bezirken, wo es eine Haupt- und Realschule gibt, aber kein Gymansium gibt wäre dies eine gute Lösung. Dann könnte jeder jetzt schreien: SPD,Grüne und Linke planen das Aus für Haupt- und Realschulen und das Gymansium. Pardon Herr Pinkwart, dass ist einfaches, sinnloses FDP und CDU-Gepolter.
Da fallen nur alte Leute und Leute mit einem IQ unter 20 drauf rein.