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Vorwurf der Verschwendung

Faruk Sen muss Belege nachliefern

23.11.2007 | 17:40 Uhr

Der Direktor des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, hat den Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern in einem ersten Gespräch mit der NRW-Landesregierung nicht ausräumen können.

Sen muss nach Information unserer Zeitung bis zur nächsten Woche  Belege für Beratertätigkeiten nachliefern. Sen hatte für den Zeitraum von 1995 bis 2005 insgesamt 8900  Beratungsgespräche mit Existenzgründern angegeben. Diese habe er  bisher aber nicht nachweisen können, hieß es. Kritisch sehen  Ministerien auch die hohen Gehalts- und Pensionsleistungen an Sen.  Sen nannte die Vorwürfe  „haltlos”. Es könne keine Rede von  Verschwendung sein. Die Ausgaben seien alle sechs Wochen  kontrolliert worden. Zum Vorwurf des Landesrechnungshofes (LRH), er habe Personen zum Robinson-Club in die Türkei eingeladen, verwies Sen auf einen Sponsor, der jährlich zwei Tagungen in der  Türkei mitfinanziert habe. Auch die Kritik an hohen Spesen mit einem  „erstaunlich hohen Anteil an alkoholischen Getränken”  (LRH-Prüfbericht) lässt Sen nicht gelten. Er habe türkische  Unternehmer eingeladen, damit die in NRW investierten. „Natürlich  werden die Gäste auch zum Essen eingeladen.”

Wilfried Goebels

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