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Studie

Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner

30.12.2009 | 12:13 Uhr

Herdecke. Die Ernährungsmängel in Altenheimen sind erschreckend. 27 Prozent der Bewohner haben ein Ernährungsdefizit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Uni Witten-Herdecke. Die Ursache liegt demnach in der geringen Nahrungsaufnahme der Senioren: Ihnen schmeckt das Essen nicht.

27 Prozent der Frauen und Männer, die in Altenheimen leben, haben ein Ernährungsdefizit. Dieses erschreckende Ergebnis förderte eine Untersuchung der Uni Witten-Herdecke zu Tage, die Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik und Sven Reuther vom Lehrstuhl für Pflegewissenschaft durchführten.

Begutachtung

Dabei begutachteten sie 65 Altenpflegeeinrichtungen mit 4779 Seniorinnen und Senioren in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. „Wir haben festgestellt”, so Sven Reuther, „dass es innerhalb Europas kaum Unterschiede gibt.” Obwohl sich alle beteiligten Altenheime intensiv um ihre Bewohner kümmern - sie wiegen die Senioren, ermitteln den Bodymaßindex - gebe es überall den Ernährungsmangel.

Appetitlos

Nach den Erkenntnissen von Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik und Sven Reuther liegt die Ursache in der geringen Nahrungsaufnahme der Senioren: Ihnen schmeckt das Essen nicht. Sie sind appetitlos. Den Speisen fehlt die Würze. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Geschmacks- und Geruchsempfunden bei älteren Menschen nachlässt. Ihre Folgerung: Die Speisen für Senioren müssen besonders aromatisch zubereitet sein. Sven Reuther: „Aber nicht überwürzt.”

Demenzkranke

Gerade bei Demenzkranken halten die Herdecker es für angebracht, das Essen zu nutzen, um auch die Erinnerung zu aktivieren: „Etwa zu Weihnachten bei Gebäck oder dem Dessert verstärkt das Gewürz Zimt einsetzen.” Das rufe Gedanken an die Kindheit wach und führe zu einem höheren Genuss. Aber Vorsicht: „Was ich als Kind nicht mochte, mag ich auch als alter Mensch nicht.” Um die Senioren individuell betreuen zu können, sollte interdisziplinär gearbeitet werden. Vor allem eine Diätassistentin könne hilfreich sein.

Forschung

Die Untersuchung gehen weiter: Jetzt stehen Forschungen über Druckgeschwüre, Inkontinenz und Stürze auf dem Programm. Pflegeheime, die sich beteiligen möchten, können sich an der Uni Herdecke melden, 02302 / 926 231.

Volker Dörken

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Kommentare
09.01.2010
12:05
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Coko | #70

@maeve,
keine Ursache, ich hoffe es klappt so!
Eine Eingewöhnung braucht jede Menge Zeit, die sollten Sie sich, Ihrer Mutter und dem Pflegepersonal geben!
Es wird nie alles rund laufen, denn es sind alles nur Menschen!
Glauben Sie mir, auch wenn Sie Ihrer Mutter ein zuhause bieten könnten, Sie würden ganz schnell an Ihre Grenzen kommen;-), nicht böse gemeint!
Deshalb brauchen Sie die Hilfe des Pflegepersonals und das erreichen Sie nicht mit Druck, denn den haben sie genug.
Wie Sie schon sagen, wahrscheinlich kann man Ihrer Mutter im Heim nichts recht machen, deshalb muss man zusehen, dass man friedlich und auch mit ein wenig Nachsicht für alle Beteiligten, klar kommt!
Alles andere erschwert nur unnötig!
Nochmal viel Glück, es wird klappen, jedenfalls wird es so ein wenig besser!

08.01.2010
19:49
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von maeve | #69

@Coko

Dankeschön, das ist sehr nett von Ihnen.

08.01.2010
17:36
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Coko | #68

@maeve
Entschuldigung, habe wenig Zeit im Moment, deshalb habe ich nicht geantwortet.
Ja, dieses Problem kenne ich auch, es ist weder für Ihre Mutter noch für Sie einfach.
Deshalb nochmal mein Rat: Suchen Sie das Gespräch, gemeinsam kann man so eine Situation schon um einiges erträglicher machen, diese Probleme sind im Heim nicht selten und entstehen meist aus dem Grund, dass der Bewohner nicht gewillt ist das zu tolerieren, was auch schwer ist!
Aber wenn sich der Anghörige mit dem Pflegepersonal zofft;-), bringt es nichts!
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter, das sich alles zum Guten wendet, viel Glück!

03.01.2010
20:30
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von maeve | #67

@ Coko

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre sachliche, freundliche Ratgebung.

Ich werde das Gespräch suchen, und ich werde mich weiterhin unbeirrt einsetzen.

Grundsätzlich möchte meine Mutter gar nicht in diesem Heim bleiben. Sie hat mir sogar nach einem langen Krankenhausaufenthalt gesagt: Wenn Du mich da wieder hingibst, hau ich ab.

Wahrscheinlich würde sie aber bei jedem anderen Heim genauso reagieren.

Sie wünscht sich eine Familie, in der sie selbstverständlich mitleben könnte. Ich würde ihr gerne diese Familie bieten, aber ich habe sie auch nicht. Ich bin Single und ganztags berufstätig.

03.01.2010
14:27
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Coko | #66

dann versuchen Sie es nochmal in aller Ruhe, vielleicht mit einer dritten Person, ein Gespräch zu suchen!
Denn alle anderen Sachen, haben ja zu keiner Einigung gefunden.
Wenn Ihre Mutter in dem Heim bleiben möchte, bleibt Ihnen nichts anderes übrig.

03.01.2010
13:22
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von maeve | #65

@maeve,
wenn Sie doch nirgends was erreichen können, warum wechseln Sie dann nicht das Heim?
#58 von Online Coko, vor 17 Minuten

@Online Coko

..................warum wechseln Sie dann nicht das Heim?

..... weil ich nicht wirklich daran glaube, dass es in anderen Heimen besser zugeht.

Meine Mutter hätte tatsächlich jetzt kürzlich einen anderen Platz haben können, den sie sofort hätte besetzen müssen. Wir hätten somit die Kündigungsfrist nicht eingehalten.

Wenn vielleicht schon jemand in Wartestellung war, der ihren jetzigen Platz hätte nehmen können, wäre es bestimmt auch möglich gewesen, aus der Kündigungsfrist entlassen zu werden.

Meine Mutter wollte aber nicht umziehen, weil der Platz weiter weg war. Dann hätte sie mich nicht mehr so oft gesehen. Und sie will nicht auf meine täglichen Besuche verzichten.

Ich hatte sie seinerzeit extra in meiner Nähe gelassen, damit ich immer da hin kann.

03.01.2010
12:53
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Coko | #64

@maeve,
wenn Sie doch nirgends was erreichen können, warum wechseln Sie dann nicht das Heim?

03.01.2010
12:36
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Coko | #63

@Systemofadown27,
es tut mir leid und ich sagte bereits, nichts gegen die Menschen die durch 1 Euro Job oder ähnliches, quasi dazu gezwungen werden!
Aber diese Menschen WISSEN es nicht anders und denken sie machen was sinnvolles!
Dem ist aber nicht so, sie können sich liebevoll um jemanden kümmern, wissen aber nicht was dahinter steckt, woher auch!
Selbst beim Essen anreichen kann man sehr viel falsch machen!
Und ich finde es grausam, dass man die Menschen dort hineinschmeisst auch noch mit den Worten: Es ist eine sinnvolle Aufgabe!
Wer fängt denn diese Menschen auf, wenn was passiert?
Niemand!

03.01.2010
12:23
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von Systemofadown27 | #62

PPS hab vergessen . Danke für die Info aus der Leitenden Liga , werde peinlich darauf achte keine 1euro jobs indiesen Bereichen aus zu üben.
Bisher dachte ich damit tut man wenigstens was gutes . Danke

03.01.2010
12:22
Ernährungsdefizit bei 27 Prozent der Altenheimbewohner
von maeve | #61

Ich kann denen, die mich hier beschimpfen, beleidigen und der Lüge bezichtigen versichern, dass nicht nur ein Funken Wahrheit in dem enthalten ist, was ich hier schildere, sondern, dass es im Gesamten der Wahrheit entspricht, und ich bitte Sie um Sachlichkeit.

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