Engel der Ärmsten
21.12.2008 | 16:56 Uhr 2008-12-21T16:56:00+0100
Regina Ziegler, die große Dame unter Deutschlands Filmproduzenten, ist selbstbewusst: „Ich folge keinen Trends. Ich mache sie.”
Zum Beispiel den, mit aufwendigen Projekten nicht mehr ins immer teurer und schwieriger werdende Südafrika, sondern ins immer noch preisgünstigere Namibia zu gehen. Vier Ziegler-Filme sind dort schon entstanden, gerade ist ein fünftes Projekt in Arbeit. In der Hauptrolle: Christine Neubauer.
Die 46-Jährige ist auch Protagonistin in den Melodramen um die Ärztin Dr. Katrin Berger, deren drittes unter dem Titel Afrika im Herzen (ARD, 22. Dezember, 20.15 Uhr) nun läuft. Regie führte wieder Peter Sämann. In „Folge deinem Herzen” (2006) und „Für immer Afrika” (2007) hatte der Zuschauer erlebt, wie die Pharmazeutin Berger sich doch noch zum Medizinstudium entschließt und ihrer großen Liebe Max nach Namibia folgt. Er verunglückt tödlich.
Katrin Berger bleibt dennoch in Namibia, schon um sich um die beiden Kinder von Max zu kümmern und um ein Hospital für die Ärmsten der Armen zu leiten. Tatkräftige Unterstützung findet sie im Kollegen Dr. Sam Vanderloo (Francis Fulton-Smith).
Wiederauferstanden
Der dritte Teil hebt nahezu gespenstisch an: Der tote Max ist wiederauferstanden. Jedenfalls sieht ihm der Mann, der plötzlich vor Katrin steht, verblüffend ähnlich. Kein Wunder! Es ist sein Zwillingsbruder Stefan (Timothy Peach), anders als Max jedoch ein rechter Tunichtgut, der Böses plant. Nur gut, dass es den braven Vanderloo gibt. Der wird gerade noch das Ärgste verhindern. Zum Beispiel, dass sich Katrin in den lockeren, leider sehr attraktiven Vogel rettungslos verliebt.
Rolle ist auserzählt
Ob Vanderloo und Katrin je ein Paar werden, wie es sich sehnlichst die Kinder und wohl auch manche Zuschauer wünschen? Diese Frage muss offen bleiben, denn einen vierten Teil soll es nicht geben. „Die Rolle ist auserzählt und zeigt mich im übrigen wie gehabt”, sagt Christine Neubauer. „Ich möchte allmählich andere Rollen spielen, wie man sie von mir noch nicht kennt.”
Dennoch denkt sie gern an die Aufnahmen in Namibia zurück und hat überhaupt ihr Herz in Afrika verloren. Allerdings: „Ich könnte nicht wie mein verehrter Alt-Kollege Hardy Krüger dort leben.” Dafür ist ihr denn doch die dortige Kultur zu fern.

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